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GeopolitikFrankreich befürchtet Militärkonflikt wegen Irans Atomprogramm

Im Streit um das Atomprogramm des Irans reden die USA offen über Bombardierungen. Paris pocht nun auf eine Verhandlungslösung, wofür die Zeit knapp wird. Ansonsten drohe eine militärische Auseinandersetzung. 02.04.2025 - 20:00 Uhr Artikel anhören
Soldaten der iranischen Revolutionsgarde bei einem Manöver im Januar. Das aktuelle Atomabkommen läuft bald aus. Foto: AP

Paris. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot befürchtet eine militärische Konfrontation, wenn es nicht zu einem neuen Atomabkommen mit Teheran kommt.

Der Iran treibe sein Atomprogramm ungeachtet zahlreicher Rückschläge in seinem Einflussbereich weiter in beispiellose Höhe, sagte Barrot in Paris. Frankreichs Bestreben sei unverändert, dass der Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe.

„Unsere Priorität ist es, ein Abkommen zu erreichen, das das iranische Atomprogramm dauerhaft und überprüfbar einschränkt, das Zeitfenster ist eng“, sagte Barrot.

Es blieben nur noch wenige Monate, bis das 2015 geschlossene Abkommen auslaufe, in dem der Iran sich verpflichtete, sein Atomprogramm stark einzuschränken. „Im Falle eines Scheiterns wäre eine militärische Konfrontation fast unvermeidlich, was den sehr hohen Preis hätte, die Region sehr hart zu destabilisieren.“

US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich mit massiven Bombardierungen gedroht, sollte Teheran einem Abkommen zur Begrenzung seines Atomprogramms nicht zustimmen. Der Iran hatte gekontert, die Drohungen könnten erst recht zum Schutz des Landes Bestrebungen nach Atomwaffen fördern.

Frankreichs Außenminister Jean-Noel Barrot: Im Ringen um eine Begrenzung des iranischen Atomprogramms befürchtet Barrot auch nach jüngsten Drohungen aus den USA eine militärische Konfrontation. Foto: Aurelien Morissard/AP/dpa

Auf der Insel Diego Garcia im Indischen Ozean hat die US Air Force Tarnkappenbomber zusammengezogen. Militärexperten spekulieren, dass mit den Flugzeugen Angriffe auf den Iran geflogen werden könnten.

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Dieses Satellitenfoto von Planet Labs PBC zeigt B-2 Tarnkappenbomber in Camp Thunder Cove auf der Insel Diego Garcia. Foto: AP

Derzeit reichert der Iran Uran bis zu einem Reinheitsgrad von 60 Prozent an, für Atomwaffen werden Experten zufolge mehr als 90 Prozent benötigt.

dpa
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