Autoindustrie: BMW hofft nach Gewinneinbruch auf einen Zolldeal mit Trump
München. Schwache Konjunktur, Zollstreit mit den USA, Absatzflaute in China: BMW ist mit einem Gewinneinbruch ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal 2025 verdiente der Münchener Automobilhersteller unter dem Strich 2,2 Milliarden Euro, das waren 26,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch der Umsatz ist um 7,8 Prozent gesunken.
Wie bei den Konkurrenten Mercedes und Volkswagen liegt das an den deutlich gesunkenen Verkäufen in China. Diese hatte BMW allerdings schon Ende April gemeldet. Die Zahlen übertrafen dann auch die Erwartungen: Die von der London Stock Exchange Group befragten Analysten hatten mit größeren Gewinneinbrüchen gerechnet. Die Aktie stieg am Morgen um fast dreieinhalb Prozent.
Ein weiterer Grund für den Optimismus: BMW hält die Prognose für das Gesamtjahr aufrecht. Mit rund elf Milliarden Euro vor Steuern will der Konzern erneut so viel verdienen wie 2024. Das geht aber nur, wenn die Münchener die von der US-Regierung angekündigten Zölle für sich abmildern können. Diese dürften das Ergebnis im zweiten Quartal zusätzlich belasten, warnte Finanzvorstand Walter Mertl am Mittwoch.