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IndexumbauJenoptik steigt aus dem MDax ab – Es gibt zwei SDax-Rückkehrer

Die Indexüberprüfung der Deutschen Börse sorgt für Veränderungen bei den Nebenwerten. Auffällig ist die Entwicklung eines Tech-Unternehmens, das erst seit zwei Jahren an der Börse ist. 05.06.2025 - 11:03 Uhr Artikel anhören
Börse in Frankfurt: Im MDax gibt es eine Veränderung, im SDax gibt es zwei. Foto: REUTERS

Düsseldorf. Die turnusmäßige Indexüberprüfung der Deutschen Börse sorgt für einige Wechsel im deutschen Nebenwerteindex MDax und dem Kleinwerteindex SDax. Das teilte die Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx am Mittwochabend mit. Auffällig ist vor allem der Aufstieg eines Unternehmens, das erst im Februar 2023 an die Börse ging.

Knapp zweieinhalb Jahre später rückt der Cloud- und Webhosting-Anbieter Ionos in den MDax auf. Die Aktie der United-Internet-Tochter ist in diesem Jahr bereits um rund 90 Prozent gestiegen. Außerdem hat sich durch den Ausstieg des Finanzinvestors Warburg Pincus der Streubesitz von Ionos vergrößert, der bei der Berechnung von Auf- und Abstieg maßgeblich ist.

Die Ionos-Aktie profitiert von einer starken Geschäftsentwicklung. Im ersten Quartal steigerte das Unternehmen seine Kundenzahl, den Umsatz und den Gewinn. Dank eines starken Geschäfts mit Onlinewerbung rechnet Ionos nun mit einem Gesamtjahres-Plus bei dieser Kennziffer von 15 Prozent auf 520 Millionen Euro. Bisher hatte die Firma 510 Millionen Euro vorhergesagt.

Allerdings ist die Aktie mittlerweile so stark gestiegen, dass der Kurs über dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten liegt: Die Aktie notiert aktuell bei knapp 42 Euro, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 38,50 Euro.

Zu beachten ist dabei jedoch, dass die Kursziele im Schnitt steigen. So hob Sarah Roberts von der britischen Investmentbank Barclays Ende Mai ihr Ziel von 32 auf 45 Euro an. Die Aktien seien zwar nicht günstig, aber die Aussichten für Gewinne und Cashflow sowie das defensive Geschäftsmodell sprächen für sie.

Jenoptik leidet unter Zollstreit

Für Ionos steigt Jenoptik in den SDax ab. Die Aktie des Technologiekonzerns hat seit Jahresbeginn mehr als zehn Prozent verloren – vor allem bedingt durch die mit der US-Zoll-Politik verbundenen Unsicherheiten.

Firmenchef Stefan Traeger erklärte Mitte Mai mit Hinweis auf die Zoll-Politik der USA: „Wir halten unverändert an der Erwartung fest, dass die Nachfrage insbesondere in der Halbleiterausrüstungsindustrie im zweiten Halbjahr anzieht, jedoch ist das Risiko hinsichtlich des Zeitpunkts und der Stärke des Aufschwungs gestiegen.“

Neben Jenoptik kehren zwei Unternehmen in den SDax zurück, die den Kleinwerteindex erst im Mai verlassen mussten. Der Finanzinvestor Mutares und der Softwareentwickler Nagarro hatten ihre geprüften Geschäftsberichte nicht rechtzeitig vorlegen können, haben das aber inzwischen nachgeholt.

Nagarro und Mutares vom Kursrutsch noch nicht erholt

In beiden Fällen löste die Verzögerung beim Geschäftsbericht einen Kursrutsch aus, von dem sich die Aktien noch nicht erholt haben. Nagarro liegt in diesem Jahr 26 Prozent im Minus, Mutares-Papiere bewegen sich seit Anfang Mai seitwärts – seit Jahresbeginn liegen sie aber fast 40 Prozent im Plus.

Nagarro und Mutares ersetzen im SDax die Aktien des Biokraftstoff-Herstellers Verbio und die der Spezialpharma-Firma Medios. Verbio grenzte Mitte Mai sein Gewinnziel ein, unter anderem, weil die Produktion von Biodiesel in Kanada wegen der US-Zölle reduziert wurde. Die Aktie liegt seit Jahresbeginn rund 20 Prozent im Minus.

Medios-Titel verloren in diesem Jahr gut zehn Prozent an Wert – obwohl es geschäftlich gut läuft. Nach einem Rekordjahr 2024 stieg das operative Ergebnis (Ebitda) im ersten Quartal um knapp 53 Prozent. Zu dem Ergebnis haben positive Impulse aus allen operativen Geschäftsbereichen und ein strategischer Fokus auf Produkte mit höheren Margen beigetragen. Allerdings wird Vorstandschef Matthias Gärtner das Unternehmen spätestens zum 31. Dezember 2025 verlassen.

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Die Änderungen im MDax und SDax treten zum 23. Juni in Kraft. An der Zusammensetzung des Dax ändert sich nichts. Hier war über einen möglichen Abstieg des Sportwagenbauers Porsche AG spekuliert worden, dessen Aktie seit dem im Mai 2023 erreichten Rekordhoch 65 Prozent verloren hat.

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