Arzneimittelhersteller: Stada-Eigentümer verhandeln offenbar mit zwei Kaufinteressenten
Frankfurt. Der als Börsenkandidat geltende Pharmakonzern Stada könnte einem Bericht zufolge nun doch als Ganzes verkauft werden. Dazu gebe es Gespräche mit zwei Private-Equity-Investoren, berichtete die Zeitung „Welt“. Für den Fall, dass diese Verhandlungen nicht zum Erfolg führen sollten, wollten die Stada-Eigentümer Bain Capital und Cinven ihre Börsenpläne für Stada weiter verfolgen. „Sollten die Verkaufsgespräche scheitern, werden Bain Capital und Cinven Stada im Oktober an die Börse bringen“, zitierte die Zeitung einen Insider.
Stada teilte mit, der Konzern prüfe mit seinen Eigentümern grundsätzlich alle Optionen für die weitere Eigentümerschaft: „Dazu gehören sowohl ein Verkauf als auch ein möglicher Börsengang, immer in Abhängigkeit von der Situation an den Finanzmärkten.“
Im März hatte die Nachrichtenagentur Reuters von Insidern erfahren, der Arzneimittelhersteller habe seinen geplanten Börsengang wegen der aktuellen Marktvolatilität verschoben. Die federführenden Banken hätten den Eigentümern von einem kurzfristigen Listing abgeraten. Stada wäre mit einer erwarteten Bewertung von zehn bis zwölf Milliarden Euro einer der größten Börsengänge in Europa in diesem Jahr.