Morning Briefing Plus: Die Kneipenschlägerei
Liebe Leserinnen und Leser,
willkommen zurück, zu unserem Blick auf die wichtigsten Ereignisse der Woche. Womit wir in Washington wären, wo sich Friedrich Merz während seines Besuchs von US-Präsident Donald Trump entspannt zurücklehnen konnte. So groß die Anspannung vorher auch gewesen sein mag: Es hätte für den Kanzler nicht besser laufen können.
Amerika dagegen hat sich blamiert. Trump verlor sich streckenweise in innenpolitischen Themen und schien zu vergessen, dass Merz da neben ihm sitzt. Stattdessen redete er viel über sich selbst – und attackierte Elon Musk, der offenbar, wie Trump sagte, unter einem „Trump-Wahnsinnssyndrom“ leide.
Und während man sich noch fragte, was das wohl sein könnte, schoss Musk auch gleich zurück: „Ohne mich hätte Trump die Wahl verloren.“ Trump wiederum drohte, Musks Firmen Staatsaufträge zu entziehen. Der Milliardär kündigte daraufhin an, dass seine Raketen keine US-Astronauten mehr transportieren würden.
Der mächtigste und der reichste Mann der Welt führen sich auf wie zwei halbstarke Kneipenschläger. Man könnte nun bedeutungsschwer über Dysfunktionalitäten in der US-Regierung sinnieren. Am Ende ist diese Seifenoper nur eines: unwürdig.