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Berater Dehne in einem Webinar Ende Oktober: Die Degag-Gruppe sei in einer „genialen Situation“. Foto: Getty Images (2), Privat [M]

ImmobilienDer Degag‑Kollaps und der Mann, der den Leerstand liebt

Den Gläubigern der Immobiliengruppe Degag drohen Verluste von bis zu einer halben Milliarde Euro. Recherchen führen zu einem Berater, der im Hintergrund agiert und im Luxus lebt.Lars-Marten Nagel 24.06.2025 - 14:24 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Hannover, Berlin. Am deutschen Wohnungsmarkt feiert kaum jemand Leerstand so euphorisch wie Immobilieninvestor Birger Dehne. „Aktuell ist es so, dass Leerstand Gold ist“, erklärte Dehne den Vertriebskräften der Deutsche Grundbesitz Holding AG (Degag) im Oktober 2024.

Die Degag sei in einer „genialen Situation“, sagte Dehne, der die Firmengruppe aus Hannover mit aufgebaut hat und heute als ihr Berater arbeitet. Mit jeder Neuvermietung könne das Unternehmen die Mieten verdoppeln oder zumindest deutlich anheben.

Zwei Monate nach der Rede meldete die Degag-Dachholding samt mehreren Töchtern Insolvenz an. Eine Katastrophe bahnt sich an. „Wir haben nicht eine Gesellschaft vorgefunden, bei der Gläubiger jenseits der Grundpfandsicherheiten hoffen dürfen“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Rainer Eckert aus Hannover. Er schätzt, dass insgesamt bis zu einer halben Milliarde Euro fehlt, die aus Anlegergeldern und Bankkrediten stammen.

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