Iran-Konflikt: Was Israel bislang erreicht hat – und was nicht
Istanbul, Washington. Erst wenige Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump am Dienstagmorgen einen Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran verkündet, da verletzten ihn bereits beide Konfliktparteien.
Die Iraner feuerten mehrere ballistische Raketen auf die südisraelische Stadt Beer Sheva ab. Durch den Beschuss wurde ein Hochhaus komplett zerstört, vier Personen wurden getötet. Israel reagierte mit einem Angriff auf eine Radaranlage in Teheran. Bereits in der Nacht hatte die Luftwaffe die Hauptstadt nach Berichten von Einwohnern so schwer bombardiert wie seit Beginn des Kriegs gegen den Iran am 13. Juni nicht.
Trump kritisierte Israel dafür ungewöhnlich scharf. Der Bruch des Waffenstillstands kommt für ihn ungelegen. Denn ausgerechnet am Dienstag beginnt der Nato-Gipfel in Den Haag, auf dem er sein Wunschimage als „Friedensstifter“, der militärische Konflikte löst, unterstreichen will. „Diese Leute müssen sich beruhigen. Das ist lächerlich“, sagte der US-Präsident kurz vor seinem Abflug zum Gipfel. „Das ist nicht das, was wir wollen“, so Trump weiter.