Hugo Boss: Investor Frasers Group drängt auf brisante Änderung
Stuttgart, Frankfurt. Der britische Handelskonzern Frasers Group verstärkt seinen Zugriff auf den Modekonzern Hugo Boss. Der Großaktionär hat seinen Anteil an Hugo Boss auf 25 Prozent aufgestockt, wie das Modeunternehmen aus Metzingen bei Stuttgart am Donnerstagabend mitteilte.
Die Briten behalten sich auch ein Übernahme von Hugo Boss vor: In der Mitteilung heißt es weiter, die Frasers Group habe sich Optionen gesichert, um den Anteil auf mehr als 30 Prozent aufzustocken. Sollten die Briten diese Option ziehen, wären sie verpflichtet, den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot zu unterbreiten. Die Hugo-Boss-Aktie legte am Freitag zeitweise um vier Prozent zu.
Bislang hielt die Frasers Group 20 Prozent an Hugo Boss und war damit bereits der größte Einzelaktionär. Nach der Hauptversammlung Mitte Mai zog bereits der CEO der Gruppe, Michael Murray, in den Aufsichtsrat von Hugo Boss ein. Das britische Unternehmen, das eine Reihe von Einzelhandelsketten und Modemarken besitzt, drängt auf umfassende Reformen bei Hugo Boss. Vor allem eine Forderung trifft die Aktionäre.