Rüstung: Von Drohnen bis Deep Strike – So sieht der Krieg der Zukunft aus
München, Kiew, Berlin. Jevhenii, 30, lenkt sein Auto an den Straßenrand einer kleinen Ortschaft irgendwo in der Ukraine. Mit ernsten Gesichtern steigen er und seine Partnerin aus dem Wagen. Normalerweise fliegt er Drohnen an der Front, gerade aber hat er Urlaub. Dem Krieg entkommt er aber auch hier nicht.
Schon seit Jahren ist Jevhenii Soldat in der ukrainischen Armee, zuletzt war er in der Gegend um Velyka Nowosilka stationiert. Dort meldete Russland zuletzt immer wieder Vorstöße. Wie die Lage an der Front sei? „Scheiße“, sagt Jevhenii. Bald muss er wieder zurück. Er ist einer der Ukrainer, die mithilfe westlicher Drohnen versuchen, die russische Armee von ukrainischem Gebiet zurückzudrängen.
Als 2022 die ersten Vector-Drohnen des Münchener Unternehmens Quantum System an die Ukraine geliefert wurden, war Jevhenii der Erste, der sie einsetzen durfte. Reiner Urlaub ist die Zeit fernab der Front für ihn nicht. Er nutzt die relative Ruhe unter anderem, um dem Unternehmen Feedback zu geben und von seinen Einsätzen zu berichten.