Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Wall Street schließt nach ersten Zollbriefen im Minus
Düsseldorf. Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, ab dem 1. August Einfuhrzölle auf Importe aus Japan, Südkorea und weiteren Ländern aus Asien sowie Afrika zu erheben, drückt die wichtigsten US-Indizes am Montag ins Minus.
- Der Dow Jones verlor 0,9 Prozent und beendete den Handel mit 44.406 Punkten.
- Der Leitindex S&P 500 büßte 0,8 Prozent auf 6.229 Punkte ein.
- Der technologielastige Nasdaq gab 0,9 Prozent auf 20.412 Zähler nach.
US-Präsident Donald Trump hatte auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social angekündigt, ab Anfang August Zölle von 25 Prozent auf Importe aus Japan und Südkorea zu erheben. Später kamen u.a. Kasachstan, Laos, Malaysia, Myanmar, Bangladesch sowie Bosnien-Herzegowina, Serbien und Südafrika mit zwischen 25 und 40 Prozent hinzu. Die EU werde jedoch zunächst nicht betroffen sein, meldete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf EU-Vertreter.
„Das kommt nicht völlig überraschend, und es bleibt noch bis zum 1. August Zeit, eine Einigung zu erzielen“, sagte Michael O’Rourke, Chef-Marktstratege bei JonesTrading, zu den Zöllen gegen Japan und Südkorea. Dies seien eher Gewinnmitnahmen, als dass die Anleger wirklich besorgt wären. Wäre der Markt wirklich verängstigt, stünden die Kurse deutlich tiefer.
Investoren scheinen sich gegen mögliche Verluste wegen überraschender Nachrichten im Handelsstreit abzusichern und ihre jüngsten Gewinne zu realisieren. In den vergangenen zehn Börsentage hatten die Indizes deutlich zugelegt.