Quantencomputer: Github-Gründer investiert in Düsseldorfer Start-up
Düsseldorf. Das Düsseldorfer Start-up Commutator Studios hat sich in seiner ersten Finanzierungsrunde rund 1,5 Millionen Euro gesichert. Das Unternehmen entwickelt eine Plattform, mit der sich sogenannte Quantenfehler vermeiden lassen sollen – eines der größten Probleme der Quantentechnologie.
Der Münchener Investor Backtrace Capital hat die Pre-Seed-Runde für das Start-up angeführt. Außerdem haben sich der Wagniskapitalfonds PWV des Github-Gründers Tom Preston-Werner, die Beteiligungsgesellschaft der Aldi-Erben Beate und Peter Heister und der Quantenunternehmer Jan Goetz beteiligt.
Gegründet wurde Commutator Studios 2023 von César Rodriguez Rosario und Jan Knaup. Die beiden Gründer haben sich beim Physikstudium an der US-Eliteuniversität Harvard kennengelernt. Bei der Finanzierungsrunde wurde das Unternehmen beteiligten Personen zufolge mit etwa 6,5 Millionen Euro bewertet.
Enormes wirtschaftliches Potenzial von Quantentechnologie
Einer Studie des Weltwirtschaftsforums zufolge verspricht Quantentechnologie erhebliche Veränderungen in nahezu allen Branchen. Unter anderem in der Finanzindustrie, Logistik, Pharma, Luft- und Raumfahrt sowie der Chemieindustrie dürften die Technologien laut der Studie bereits früh angewendet werden.
„Schätzungen zufolge beläuft sich das wirtschaftliche Potenzial der Quantentechnologie in den führenden Industrien bis zum Jahr 2035 auf 900 Milliarden bis zwei Billionen US-Dollar“, so die Analyse des Weltwirtschaftsforums. Die Beratungsgesellschaft McKinsey prognostiziert, dass der Quantenmarkt in zehn Jahren Umsätze von bis zu 97 Milliarden US-Dollar erzielen kann.