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EnergieStromnetzbetreiber Tennet warnt vor Verzögerungen beim Leitungsbau

Wenn das Stromnetz beim Ökostrom-Ausbau nicht mithält, drohen hohe Verluste. Wirtschaftsministerin Reiche plant neue Gaskraftwerke – doch aus Brüssel steht eine Entscheidung noch aus. 12.07.2025 - 11:34 Uhr Artikel anhören
Tennet CEO Tim Meyerjürgens: Grund für die Verzögerung seien die hohen Kosten, um überschüssigen Ökostrom abzuregeln. Foto: Marc-Steffen Unger/Handelsblatt Energiegipfel

Frankfurt. Deutschlands größter Stromnetzbetreiber Tennet warnt vor Verzögerungen beim Leitungsbau. „Wenn der Erneuerbaren-Ausbau wie bisher weiter sehr dynamisch vorangeht und das Netz nicht entsprechend mitwächst, verlieren wir viel Geld“, sagte Tennet-Deutschland-Chef Tim Meyerjürgens laut Vorabbericht der „Süddeutschen Zeitung“.

Als Grund führte er die hohen Kosten an, um überschüssigen Ökostrom abzuregeln. Allein seit 2022 seien dafür zehn Milliarden Euro Kosten aufgelaufen, rechnete der Manager vor. Er warnte davor, dass dem Ausbau neuer Verzug droht. „Ich sehe die große Gefahr, dass wir wieder an Geschwindigkeit verlieren“, sagte Meyerjürgens. Grund sei der Wegfall von Beschleunigungsgesetzen in Reaktion auf den Ukraine-Krieg. Dies könne zwei bis drei Jahre Verzögerung mit sich bringen.

Die niederländische Tennet ist der größte der insgesamt vier Betreiber von Übertragungsleitungen in Deutschland. Dringend nötig sei nun der Bau von Reservekraftwerken, um die Stromversorgung auch in Flautenzeiten zu sichern, sagte Meyerjürgens.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will dem Bericht zufolge deshalb Gaskraftwerke mit einer Leistung von 20 Gigawatt errichten lassen, braucht aber dafür grünes Licht aus Brüssel.

Für zehn Gigawatt hatte ihr Vorgänger Robert Habeck (Grüne) diese Zusage schon erhalten. „Es wäre jetzt pragmatischer, die genehmigten zehn Gigawatt zu bauen und dann zu überlegen, wann und wie man die nächsten zehn umsetzt“, sagte Meyerjürgens.

rtr
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