Microsoft: Hackerangriff über Sharepoint – „bedeutende Schwachstelle“
San Jose. IT-Sicherheitsexperten schlagen Alarm, weil Behörden und Unternehmen über eine neu entdeckte Schwachstelle in Software von Microsoft angegriffen werden. Über diese Schwachstelle seien Angreifer bereits in Systeme „Dutzender“ Organisationen eingedrungen, sowohl in der Wirtschaft als auch im Regierungsbereich, sagte ein Manager der IT-Sicherheitsfirma Palo Alto Networks der „Washington Post“.
Die US-Bundespolizei FBI teilte am Sonntag (Ortszeit) mit, sie arbeite wegen der Attacken eng mit verschiedenen Behörden und Unternehmen zusammen. Einzelheiten nannte sie zunächst nicht.
Zehntausende – wenn nicht Hunderttausende – von Unternehmen und Institutionen weltweit nutzen Sharepoint, um Dokumente zu speichern und gemeinsam daran zu arbeiten. Microsoft erklärte, dass Hacker gezielt Kunden angreifen, die Sharepoint-Server in ihren eigenen lokalen Netzwerken betreiben, anstatt sie von dem Technologiekonzern hosten und verwalten zu lassen. Das könnte die Auswirkungen auf einen Teil der Kunden begrenzen.
Die meisten betroffenen Firmen kommen laut der Cybersicherheitsfirma Censys aus den USA, den Niederlanden sowie Großbritannien und Kanada.