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AltersversorgungFast sieben Millionen Rentnerinnen und Rentner zahlen Steuern

Durch die Rentenerhöhung im Juli sind 115.000 Ruheständler neu zu Steuerpflichtigen geworden. Mehr Senioren haben dagegen von der Erhöhung des Grundfreibetrags profitiert.Frank Specht 31.07.2025 - 13:47 Uhr Artikel anhören
Rentnerpaar: Ein knappes Drittel der 21 Millionen Rentenempfänger in Deutschland muss Steuern zahlen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbil

Berlin. Wegen der Rentenerhöhung im Juli dieses Jahres sind 115.000 Rentnerinnen und Rentner neu zu Steuerpflichtigen geworden. Dagegen müssen rund 131.000 Rentnerinnen und Rentner in diesem Jahr keine Steuern mehr zahlen, weil sie von der Erhöhung des Grundfreibetrags profitieren. Das geht aus Zahlen des Bundesfinanzministeriums hervor, die das Internetfachportal „Ihre Vorsorge“ abgefragt hat. Insgesamt sind laut Bundesfinanzministerium von den mehr als 21 Millionen Rentenempfängern rund 6,7 Millionen steuerpflichtig.

Von der gesetzlichen Rente wird nur ein Teil besteuert, weil das System in einer langen Übergangsphase auf die sogenannte nachgelagerte Besteuerung umgestellt wird. Das heißt, die Renten werden zu einem immer höheren Anteil besteuert, dafür können im Erwerbsleben höhere Anteile der Rentenbeiträge von der Steuer abgesetzt werden. Während Rentenbeiträge schon ab 2023 in voller Höhe steuerlich geltend gemacht werden können, wird die Besteuerung der gesamten Renten erst im Jahr 2058 erreicht. Aktuell werden 83,5 Prozent der Altersbezüge besteuert.

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Zum 1. Juli ist die gesetzliche Rente um 3,74 Prozent angehoben worden. Damit liegen nun 115.000 zusätzliche Rentnerinnen und Rentner mit ihrem steuerpflichtigen Anteil der Rente über dem steuerlichen Grundfreibetrag, der zum Jahreswechsel für Alleinstehende auf 12.096 Euro erhöht wurde.

Gleichzeitig müssen wegen des höheren Grundfreibetrags 131.000 Rentnerinnen und Rentner in diesem Jahr keine Steuern mehr zahlen. Wie aus einer Übersicht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht, müssen alleinstehende Rentnerinnen und Rentner seit Juli keine Steuern mehr zahlen, wenn ihre monatliche Bruttorente höchstens 1430 Euro beträgt.

Das gilt aber nur, wenn sie kein anderes steuerpflichtiges Einkommen haben, also beispielsweise Mieteinnahmen, Betriebsrenten oder Kapitalerträge. Gleichzeitig kann es sein, dass eigentlich steuerpflichtige Ruheständler keine Steuern zahlen müssen, wenn sie Werbungs- oder Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen wie Krankheits- und Pflegekosten geltend machen können.

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