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FinanzinvestorSteyr-Verkauf treibt Gewinn von Mutares

Das Unternehmen hat seine Beteiligung am Rüstungszulieferer auf 23 Prozent reduziert. Die Zahlen kommen an der Börse gut an, jedoch belasten die Probleme mit der Bafin weiterhin den Kurs. 12.08.2025 - 11:53 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Einsatzfahrzeuge mit Teilen von Steyr Motors: Mutares hat mit den Aktien des Zulieferers Gewinn gemacht. Foto: Mutares

München. Der weitere Verkauf von Anteilen am Rüstungszulieferer Steyr Motors hat den Gewinn des Münchner Finanzinvestors Mutares nach oben getrieben. Im ersten Halbjahr stieg das Nettoergebnis um fast ein Drittel auf 69,8 (Vorjahr: 53,0) Millionen Euro, nachdem Mutares weitere Steyr-Aktien auf den Markt geworfen und seinen Anteil damit auf 23 Prozent reduziert hatte, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Zudem hatte Mutares den Straßendienstleister Terranor an die Stockholmer Börse gebracht und sich dadurch von 25 Prozent der Anteile getrennt. Im zweiten Halbjahr will Mutares mehr Firmen aus dem eigenen Portfolio verkaufen und den Jahresüberschuss damit wie geplant auf 130 und 160 Millionen Euro schrauben.

Mutares verdient sein Geld mit der Beratung der Firmen in seinem Portfolio, die der Investor meist als Sanierungsfälle kauft, mit deren Gewinnausschüttungen und mit dem Verkauf der sanierten Unternehmen. Die Quartalszahlen kommen bei den Investoren gut an, die Aktie steigt am Dienstag zwischenzeitlich um mehr als vier Prozent.

Zuletzt haben Probleme mit den Geschäftsberichten des Unternehmens den Aktienkurs allerdings schwer belastet. Anfang August gab die Finanzaufsicht Bafin bekannt, Hinweise auf Fehler im Jahresabschluss aus 2023 des Finanzinvestors zu prüfen. Die Aufsicht teilte mit, dass es „konkrete Anhaltspunkte“ dafür gebe, „dass die Mutares SE & Co. KGaA gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat“. Die Nachricht schockierte die Aktionäre des Unternehmens, die Mutares-Papiere reagierten mit einem Minus von bis zu 22 Prozent.

Die jüngsten Probleme mit der Aufsicht sind für Mutares nicht die ersten Schwierigkeiten mit dem Jahresabschluss. Bereits im Frühjahr musste Mutares mitteilen, seine Bilanz für 2024 nicht wie von der Börse vorgeschrieben bis Ende April vorlegen zu können. Damals konnten Mutares und die Bilanzprüfer von Deloitte sich nicht über die Bilanzierung einer in die Pleite gerutschten Beteiligung in Schweden einigen. Auch damals brach die Aktie ein und das Unternehmen fiel aus dem Kleinwerteindex SDax.

Finanzinvestor

Bafin prüft 2023-Bilanz von Mutares auf Fehler – Aktie fällt mehr als 22 Prozent

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Operativ schrieben die Beteiligungen im Portfolio im ersten Halbjahr tiefrote Zahlen, nachdem Mutares zahlreiche defizitäre Firmen übernommen hatte. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) lag bei minus 88,5 (Vorjahr: plus 15,7) Millionen Euro.

Gleichzeitig verbuchte der Investor Zuschreibungen von 533,2 Millionen Euro, weil Firmen unter dem Buchwert gekauft wurden. Der Halbjahresumsatz des Konzerns stieg durch die Übernahmen auf 3,11 (2,61) Milliarden Euro, für das Gesamtjahr sind 6,5 bis 7,5 Milliarden geplant.

rtr, flx
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