Mutares: Aktie bricht ein – Bilanzvorlage verschoben
München. Die verschobene Bilanzvorlage sorgt für starke Verunsicherung bei Mutares-Anlegern. Die Aktie des Münchener Finanzinvestors bricht am Dienstag um 17 Prozent ein und fällt unter die Marke von 31 Euro.
Mutares hatte am Vorabend mitgeteilt, seine geprüfte Bilanz für das abgelaufene Jahr nicht wie vorgeschrieben bis Ende April vorlegen zu können. Der Wirtschaftsprüfer Deloitte sei wegen der aufwendigen Prüfung und Dokumentation „komplexer Sondersachverhalte“ nicht rechtzeitig fertig geworden, hieß es. Die Veröffentlichung ist nun für den 20. Mai geplant.
Nach vorläufigen, ungeprüften Zahlen ist der Umsatz der Mutares-Holding und ihrer Beteiligungen im vergangenen Jahr um zwölf Prozent gestiegen. Der nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) errechnete Jahresüberschuss stieg leicht an auf 108,3 Millionen Euro. Operativ rutschte Mutares dagegen mit einem bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) von minus 85,4 Millionen Euro (2023: plus 3,5) in die roten Zahlen.
Am Dienstagmorgen hat der Finanzinvestor bereits Zahlen für das erste Quartal des Jahres 2025 vorgelegt. Der Umsatz legte leicht zu, das bereinigte Ebitda jedoch verharrte mit minus 30,1 Millionen Euro im negativen Bereich.
Nagarro-Aktie erholt sich
Ähnlich war es am Vortag Nagarro ergangen. Der Softwareentwickler musste die Veröffentlichung seines Jahresberichts ebenfalls verschieben, was die Aktie in der Spitze mehr als 15 Prozent einbrechen ließ.
Am Dienstag hat Nagarro jedoch vorläufige Zahlen für das Jahr 2024 vorgelegt. Demzufolge ist der Umsatz um 6,6 Prozent auf 972 Millionen Euro gestiegen, das Ebitda verbesserte sich um 16 Prozent. Die Nagarro-Aktie steigt im Dienstagshandel um knapp neun Prozent.