Banken: Vorstände in Sparkassen sind Topverdiener im öffentlichen Sektor
Frankfurt. Die Vorstandsmitglieder bei Sparkassen verdienen weitaus mehr als Spitzenkräfte in anderen öffentlichen Unternehmen. So lag das Gehalt von Sparkassen-Topmanagern im Mittel für das Jahr 2023 bei 402.000 Euro und damit mehr als doppelt so hoch wie in den anderen Branchen des öffentlichen Sektors. Das zeigt die „Public-Pay-Studie 2025“ der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen, die dem Handelsblatt vorab vorliegt.
Die Vergütung der Geschäftsführer und Vorstände in öffentlichen Unternehmen betrug ohne Berücksichtigung von Sparkassen und Rundfunkanstalten laut der Untersuchung im Mittel 172.000 Euro. In den Rundfunkanstalten erhielten Topkräfte 250.000 Euro, bei den Stadtwerken waren es 256.000 Euro und im Sektor ÖPNV und Verkehr 187.000 Euro.
Der Mittelwert von 402.000 Euro bei den Sparkassen gibt den Median wieder. Der Median ist der Wert, der in der Mitte einer nach Größe geordneten Datenreihe liegt. Anders als der Durchschnitt wird er durch einzelne Ausreißerwerte nicht so stark verzerrt. 2021 hatte er noch bei 379.000 Euro gelegen.