Ukraine-Krieg: Russland-Experte sieht Alaska-Gipfel als „Desaster“
Berlin. Als „Tiefpunkt der US-Diplomatie“ kritisiert Stefan Meister, Experte für Russland und postsowjetische Konfliktzonen bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), den Verlauf des Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Machthaber Wladimir Putin. „Putin und Trump entscheiden über die Zukunft der Ukraine, das war das Signal dieses Gipfels“, sagte Meister dem Handelsblatt. Trotz des Kriegs habe Putin höchste Anerkennung durch den US-Präsidenten bekommen.
Auf das Treffen zwischen Trump, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), am Montag in Washington schaut er skeptisch. „Es ist für die USA viel einfacher, Druck auf die Ukraine auszuüben als auf Russland. Aus diesem Grund kann ich mir vorstellen, dass es Forderungen nach Gebietsabtretungen geben wird“, sagte Meister.