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KIWie gut läuft das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz wirklich?

Softwarekonzerne wie SAP und Microsoft vermitteln eine KI-Euphorie, nennen aber kaum Details zur Nutzung. Experten warnen: Für Kunden kann es unerwartet teuer werden.Philipp Alvares de Souza Soares, Christof Kerkmann 21.08.2025 - 13:04 Uhr Artikel anhören
Die Versprechen der Softwarekonzerne bei KI sind groß – der wirtschaftliche Erfolg lässt sich noch nicht belegen. Foto: midjourney - Thomas Berger (M)

San Francisco, Düsseldorf. Die Chefs der großen Softwarehersteller haben derzeit ein Lieblingsthema: Künstliche Intelligenz (KI). Die Technologie mache Unternehmen schneller, Mitarbeiter produktiver, Abläufe schlanker, schwärmen sie bei jeder Gelegenheit.

Christian Klein, Vorstandsvorsitzender von SAP, verspricht, dass der digitale Assistent Joule ab dem dritten Quartal „überall und für alles“ verfügbar sein werde. Salesforce-Gründer Marc Benioff behauptet, dass KI beim Cloudspezialisten bereits 30 bis 50 Prozent der Arbeit erledige. Und Microsoft-Chef Satya Nadella frohlockt, keine Technologie habe sich ähnlich schnell „verbreitet“ wie KI und die Umsätze seines Unternehmens befeuert.

Die Technik läuft, die Effekte sind bemerkenswert, die Nachfrage ist groß: So lässt sich das Versprechen zusammenfassen, das bei Konkurrenten wie Oracle, Service Now und Workday ähnlich klingt. Zahlen, die den wirtschaftlichen Erfolg der Assistenten und anderer KI-gestützter Produkte untermauern würden, geben die Manager jedoch kaum preis.

Die oft wiederholte These des KI-Nachfragehypes bei den Kunden lässt sich bislang nicht belegen. Es fällt vielmehr auf, wie sehr sich die Konzerne teilweise darum bemühen, die relevanten Kennzahlen für das Softwaregeschäft zurückzuhalten.

Hintergrund der Ankündigungen ist aus Sicht von Branchenkenner Faram Medhora vom Analysehaus Forrester ein anderer: Künstliche Intelligenz diene den Softwareherstellern als „strategischer Hebel“. Die Technologie mit all ihren Versprechen biete einen Vorwand, um bestehende Produktpakete neu zu bepreisen und zusätzliche Produkte zu verkaufen – etwa Plattformen für die Aufbereitung von Daten. Das treibt die Umsatzkategorie „KI“, verschleiert aber die reale Nachfrage.

Experten warnen, dass die forsche Vertriebstaktik Unternehmen in eine riskante Abhängigkeit treiben könnte. Forrester-Analyst Medhora drängt daher auf eine „sorgfältige Bewertung der tatsächlichen Geschäftsergebnisse im Vergleich zu den Aussagen der Anbieter“.

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