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AufträgeAuftragspolster der Industrie stagniert – „Neue Hürden hinzugekommen“

Deutsche Unternehmen erhalten mehr Aufträge als im Vorjahr. Doch für eine Trendwende reicht das nicht, warnen Ökonomen. Mehrere globale Trends belasten die Nachfrage. 19.08.2025 - 08:27 Uhr Artikel anhören
Im Schiffsbau ist der Auftragsbestand leicht gestiegen. Foto: dpa

Berlin. Das Auftragspolster der deutschen Industrie ist im Juni wegen der sinkenden Nachfrage aus dem Inland nicht dicker geworden. Der Bestand an offenen Bestellungen stagnierte auf dem Niveau des Vormonats, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Die offenen Aufträge aus dem Inland fielen dabei um 0,6 Prozent niedriger aus, während die aus dem Ausland um 0,4 Prozent stiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es im Juni insgesamt ein Plus von 5,1 Prozent.

„Noch immer klagen viele Unternehmen über eine dünne Auftragslage“, kommentierte der Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, Alexander Krüger, die Entwicklung. Dies gehe auch auf unverändert nachteilige Standortbedingungen zurück. „Mit der schwächer laufenden Weltwirtschaft und dem festeren Euro sind weitere Hürden hinzugekommen“, sagte Krüger. Die Unternehmen dürften daher ihre Kapazitätsauslastung kaum erhöhen.

In den einzelnen Branchen lief die Entwicklung auseinander. So nahm der Auftragsbestand im sogenannten Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) im Juni um 1,9 Prozent zum Vormonat zu. Im Maschinenbau gab es dagegen ein Minus von 0,8 Prozent, in der Automobilindustrie sogar einen Rückgang von 1,4 Prozent.

Die Reichweite des Auftragsbestands in der Industrie stieg im Juni leicht auf 7,9 Monate, nach 7,8 Monaten im Mai. Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne Neugeschäft theoretisch produzieren müssten, um vorhandene Bestellungen abzuarbeiten. Bei den Herstellern von Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen verharrte die Reichweite bei 10,7 Monaten. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag sie bei 4,3 Monaten, bei den von Konsumgütern bei 3,6 Monaten.

rtr
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