EU-Beitritt der Ukraine: Warum Trump jetzt Druck auf Orban macht
Brüssel. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban bekommt Druck von unerwarteter Seite. Wie der Finanzdienst Bloomberg am Mittwoch berichtete, hat US-Präsident Donald Trump seinen ungarischen Verbündeten in einem Telefonat auf die EU-Beitrittsgespräche mit der Ukraine angesprochen. Demnach wollte der Republikaner wissen, warum Ungarn den Beginn der Verhandlungen immer noch blockiert.
Die EU-Kommission würde gern das erste von sechs Verhandlungskapiteln mit Kiew eröffnen. Nach Einschätzung der Brüsseler Kommission hat die Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj alle Vorbedingungen erfüllt.
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Auf dem letzten EU-Gipfel vor der Sommerpause sprachen sich 26 EU-Regierungschefs ebenfalls dafür aus – auch als Signal an Russland. Nur Orban verweigerte erneut seine Zustimmung.
Bei ihrem Treffen im Weißen Haus am Montag baten die angereisten EU-Regierungschefs nun den US-Präsidenten, seinen Einfluss gegenüber Orban geltend zu machen. Der Ungar ist ein erklärter Bewunderer Trumps und unterhält gute Beziehungen zu dessen MAGA-Bewegung.
Trump rief daraufhin noch am Montag bei Orban an. Die beiden Regierungschefs hätten über die EU-Mitgliedschaft der Ukraine gesprochen, bestätigte das Weiße Haus.