Märkte Asien: Sorgen um Nvidia-Ausblick bremsen Börsen in Asien
Singapur. Nach dem Geschäftsbericht des US-Chipriesen Nvidia haben die asiatischen Börsen keine klare Richtung gefunden.
- In Tokio legten der 225 Werte umfassende Nikkei-Index und der breiter gefasste Topix am Donnerstag um jeweils rund ein halbes Prozent zu.Im früheren Handelsverlauf hatten die Börsenbarometer in etwa genauso viel verloren.
- In China gab die Börse Shanghai 0,2 Prozent nach, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen leicht vorrückte.
- Der Hongkonger Hang-Seng-Index rutschte um gut ein Prozent ab.
„Die Marktteilnehmer warten ab, wie sich die Nvidia-Aktie später am Tag an der Wall Street entwickeln wird“, erläuterte Takamasa Ikeda, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter GCI. Die in Frankfurt notierten Nvidia-Titel lagen rund zwei Prozent im Minus.
Die Zahlen des Chip-Spezialisten für Künstliche Intelligenz (KI) gelten weltweit als Gradmesser für die Konjunktur im Technologiesektor. Der Branchenriese verzeichnete im vergangenen Quartal zwar ein überraschend starkes Wachstum, doch sein China-Geschäft kollabierte wegen der jüngsten US-Exportbeschränkungen
. „Asiatische Chiphersteller - insbesondere in Korea und Taiwan - hängen am stärksten von Nvidia ab und werden den Druck wahrscheinlich zu spüren bekommen“, sagte Charu Chanana, Anlagestrategin bei der Saxo Bank in Singapur. Die Aktien des taiwanischen Chipriesen TSMC und seines koreanischen Rivalen Samsung bröckelten um jeweils 1,5 Prozent ab.