Bodenpreise: Bauland bleibt knapp und teuer
München. Die Umsätze am deutschen Immobilienmarkt sind zwar wieder gestiegen, aber Bauland bleibt der Engpass, zeigt die jetzt veröffentlichte Marktanalyse der Gutachterausschüsse für Grundstückswertermittlung für 2024.
„Bauland ist weiterhin der entscheidende Flaschenhals für mehr bezahlbaren Wohnraum“, sagt Matthias Waltersbacher, Wohnungsmarkt-Experte beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), das die Daten mit ausgewertet hat. Basis bilden sämtliche notariell beurkundeten Kaufverträge.
Der Umsatz am Immobilienmarkt stieg im vergangenen Jahr insgesamt auf 247 Milliarden Euro, was einem Plus von 15 Prozent im Vergleich zu 2023 entspricht. Auch der Verkauf von Bauplätzen für Eigenheime zog an, und zwar um sechs Prozent auf 46.200 Einheiten. Allerdings liege er weiterhin unter der Hälfte des Niveaus der 2010er-Jahre, heißt es in einer Mitteilung.
Besonders knapp sind Grundstücke für Mehrfamilienhäuser. Die Zahl der Transaktionen sank von jährlich rund 6000 in den frühen 2010er-Jahren auf 2600 im vergangenen Jahr. Die Bodenpreise in Großstädten verteuerten sich 2024 im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um rund neun Prozent auf durchschnittlich 930 Euro pro Quadratmeter. „Die steigenden Baulandpreise und hohe Erstellungskosten erschweren den Neubau und treiben die Preise und Mieten für Wohnungen weiter nach oben“, sagt Waltersbacher.