SAP: Was der Konzern mit dem jüngsten Zukauf in der KI-Personalsuche plant
Düsseldorf. Lebenslauf hochladen, Fragebogen ausfüllen, Tests absolvieren – und dann wochenlang warten: So zäh läuft die Jobsuche bei vielen großen Konzernen. Das Unternehmen „Smart Recruiters“ will den Bewerbungsprozess mit einer Plattform deutlich einfacher gestalten. So gibt es einen Chatbot, der Kandidaten rund um die Uhr Fragen beantwortet.
Der digitale Assistent ist neuerdings für SAP im Einsatz. Gerade hat der Softwarehersteller aus Walldorf die im Juli angekündigte Übernahme des Personalspezialisten aus San Francisco abgeschlossen.
In diesem Markt spiele die Personalgewinnung eine zentrale Rolle, sagt Dan Beck, bei SAP für die Personalplattform „Success Factors“ verantwortlich, im Gespräch mit dem Handelsblatt: „Die richtigen Talente zu gewinnen, ist nicht nur eine Priorität für die Personalabteilung, sondern für das gesamte Unternehmen.“ Entsprechend groß sei das Potenzial: Auf acht Milliarden Dollar taxiert der Manager den Markt.
Das SAP-Management darf nach Einschätzung aus Konzernkreisen auf neue Impulse hoffen. Smart Recruiters gilt demnach als „ambitioniertes“ Führungsteam, das bei der Produktentwicklung zuletzt überzeugt habe – insbesondere Chefin Rebecca Carr hat den Einschätzungen zufolge Eindruck gemacht. Zugleich verstärkt sich der Softwarehersteller bei einer Technologie, die die Geschäftssoftware von SAP revolutionieren könnte: Künstliche Intelligenz (KI).