Check24, Verivox: So verdienen Online-Preisvergleichsportale ihr Geld
Düsseldorf. Das Vergleichsportal Verivox soll wachsen und Check24 Marktanteile abnehmen. Nach dem Kauf des deutschen Anbieters will der italienische Wettbewerber Mavriq „signifikantes Wachstum fördern – sowohl durch Marktanteilsgewinne als auch durch Markterweiterung“, sagte Mavriq-Chef Alessio Santarelli im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Der Manager sieht vor allem Wachstumsmöglichkeiten im Bereich Versicherungen. So würden Verbraucher in Deutschland oft zum Makler gehen, während zwei Drittel der Menschen in Großbritannien Vergleichsportale nutzten. Mavriq betreibt bereits verschiedene Vergleichsportale in Italien, Frankreich, den Niederlanden und Spanien.
Check24 gilt als deutscher Marktführer und erwartet „eine aggressive Wachstumsstrategie bei Verivox und somit einen noch intensiveren Kampf um Marktanteile“, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Laut Medienberichten machte Check24 2023 über eine Milliarde Euro Umsatz. Damit sind die Münchener deutlich größer als der Angreifer.
Verivox gehörte bis zum Frühjahr zu Pro Sieben Sat 1. Das Management verkaufte das Vergleichsportal, um sich auf das Unterhaltungsgeschäft zu fokussieren. Darauf drängte der neue Eigentümer der TV-Senderkette, die italienische Berlusconi-Familienholding Media For Europe.