Versicherung: „Nicht versicherbare“ Pandemien – welche Lösungen es geben kann
München. Die Coronapandemie kam für die meisten von uns unerwartet – allerdings nicht für die Versicherungsbranche. Jahrelang hatten deren Experten schon ein solches Szenario modelliert, Wahrscheinlichkeiten berechnet, Auswirkungen eingeschätzt. Aber an einer Stelle haben die Modelle versagt.
„Gesamt-Lockdowns ganzer Länder waren in keinem unserer Modelle vorgesehen. Das war in der modernen Zeit beispiellos“, sagt Derek Blum, Versicherungsexperte bei Moody’s. Dort bieten sie Kunden zur Prognose von Pandemien ein Infektionskrankheiten- und Pandemierisikomodell an, das 59 Länder umfasst.
Wie können Pandemieschäden abgesichert werden?
Das Problem bei der Antizipation von Schäden der Coronapandemie war vor allem die Wucht und Dauer der staatlichen Eingriffe und ihre Auswirkungen auf Betriebe und Lieferketten. Die hohen Kosten waren oftmals nicht oder unvollständig versichert, am Ende sprang vielfach der Staat ein.
Und auch wenn die Pandemie zuletzt immer mehr in Vergessenheit gerät – Experten sind sich sicher: Es war nicht die letzte. Wie kann man Pandemieschäden also besser absichern?