1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Management
  4. Deutschland und Schweiz: Razzia im Entführungsfall Block

Deutschland und SchweizRazzia im Entführungsfall Block

Der Hamburger Unternehmerin wird vorgeworfen, die Entführung ihrer Kinder in Auftrag gegeben zu haben. Nun wurden Häuser, Büros und Wohnungen in Deutschland und der Schweiz durchsucht. 16.09.2025 - 13:10 Uhr Artikel anhören
Christina Block: Ermittlungen im Entführungsfall. Foto: Marcus Brandt/dpa

Hamburg. Im Zusammenhang mit Ermittlungen zu einer versuchten Entführung der Block-Kinder im Jahr 2022 hat die Hamburger Staatsanwaltschaft 13 Objekte in Deutschland und der Schweiz durchsuchen lassen. Zwei Verantwortliche einer Sicherheitsfirma stünden im Verdacht der Verabredung zu einer gemeinschaftlichen schweren Entziehung Minderjähriger, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Betroffen von den Durchsuchungen seien acht Wohn- und Geschäftsadressen der Beschuldigten sowie fünf Objekte von Nicht-Verdächtigen in der Schweiz, in Hamburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Bei den Beschuldigten soll es sich um zwei pensionierte Beamte handeln. 

Seit Mitte Juli läuft vor dem Landgericht Hamburg ein Prozess um die Entführung der beiden jüngsten Kinder der Hamburger Unternehmerin Christina Block (52) in der Silvesternacht 2023/24. Block ist angeklagt, die Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder aus der Obhut ihres Ex-Manns in Dänemark in Auftrag gegeben zu haben. Sie bestreitet das.

Es gibt sechs Mitangeklagte, darunter ihr Lebensgefährte Gerhard Delling (66). Er hat bestritten, etwas Unrechtes getan zu haben. Die beiden nun Beschuldigten gehören nicht zu den Angeklagten.

Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette „Block House“, Eugen Block, streitet seit Jahren mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel (51) um das Sorgerecht für die beiden jüngsten ihrer vier gemeinsamen Kinder. Der Vater hatte sie nach einem Wochenendbesuch im August 2021 - laut Hamburger Staatsanwaltschaft widerrechtlich - nicht zur Mutter zurückgebracht.

Entführung in der Silvesternacht

In der Silvesternacht 2023/24 waren der damals zehnjährige Sohn und die 13-jährige Tochter mutmaßlich von Mitarbeitern einer israelischen Sicherheitsfirma entführt und zur Mutter nach Deutschland gebracht worden. Nach wenigen Tagen mussten sie aufgrund einer Gerichtsentscheidung wieder zu ihrem Vater nach Dänemark zurückkehren.

Bereits gut ein Jahr vor der Entführung soll es einen Versuch gegeben haben, die Kinder zur Mutter zurückzuholen. Laut Staatsanwaltschaft sah der Tatplan vor, die Kinder am Morgen des 9. November 2022 auf dem Schulweg in Süddänemark abzupassen, deren Begleitung abzulenken und der Kindesmutter zu ermöglichen, mit den Kindern im Auto davonzufahren.

Zur Vollendung der Tat kam es demnach aber nicht, weil der Vater der Kinder verdächtige Personen an seinem Wohnhaus bemerkte und die dänische Polizei rief.

Verwandte Themen
Schweiz
Deutschland
Hamburg
Dänemark

Die dänische Polizei ermittelte den Angaben zufolge gegen Christina Block und weitere Personen, stellte das Verfahren jedoch ein. Die Hamburger Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen in dieser Sache ebenfalls aus formaljuristischen Gründen ein. Die dänische Polizei sei aber nicht gegen die beiden jetzt Beschuldigten aktiv geworden, weswegen jetzt in Hamburg Ermittlungen gegen sie liefen.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt