Versicherung: Wie die Kfz-Versicherer aus der Krise finden können
München, Frankfurt. Fast fünf Milliarden Euro Verlust – das ist die Bilanz der deutschen Autoversicherer in den vergangenen beiden Jahren. Die Gründe sind vielfältig: Die Ersatzteile werden teurer, die Reparaturen aufwendiger, und den Werkstätten fehlen Fachkräfte.
Nach kräftigen Beitragserhöhungen rechnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aber damit, dass die Sparte im Jahr 2025 in die versicherungstechnische Gewinnzone zurückkehrt. Der Preisdruck werde aber hoch bleiben.
„Allein die Ersatzteilpreise sind seit Jahresanfang um weitere fünf Prozent gestiegen“, sagt Jörg Rheinländer, Vorstandsmitglied des größten deutschen Autoversicherers Huk-Coburg. Und der durchschnittliche Stundensatz von Kfz-Werkstätten liegt dem GDV zufolge aktuell erstmals über 200 Euro.
Trotz der Herausforderungen dürften viele Versicherer an der Sparte festhalten wollen. „Die Kfz-Versicherung steht für etwa 40 Prozent der weltweiten Sachversicherungsprämien“, sagt der Unternehmensberater und ehemalige Versicherungsmanager Karsten Crede. Für viele Versicherer sei die Sparte ein wichtiges Geschäft – und werde dies auch in Zukunft bleiben. Umso wichtiger ist es, dass die Branche Lösungen findet, die das Geschäft in eine nachhaltig profitable Zukunft führen.