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AgrarkonzernCorteva will sein Pflanzenschutz- und Saatgutgeschäft trennen

Corteva plant bis 2026 eine Aufspaltung in zwei separate Firmen für Saatgut und Pflanzenschutz. Damit folgt der Agrarkonzern einem US-Trend, mit dem Unternehmen gezielter wachsen können. 01.10.2025 - 15:15 Uhr Artikel anhören
Corteva: Das Unternehmen folgt dabei einem allgemeinen Trend in der US-Wirtschaft. Foto: REUTERS

Frankfurt. Der US-Agrarchemiekonzern Corteva will sich in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen für Saatgut und Pflanzenschutz aufspalten. „Die Märkte für Saatgut und Pflanzenschutz haben sich weiterentwickelt, und infolgedessen sehen wir, dass sich die Chancen für beide Unternehmen unterschiedlich entwickeln“, erklärte Corteva-Chef Chuck Magro am Mittwoch.

„Dies ist der richtige Zeitpunkt, um zu handeln und dem Markt einen Schritt voraus zu sein.“ Die Aufspaltung soll im zweiten Halbjahr 2026 abgeschlossen sein.

Danach sollen die beiden Firmen als Spezialisten für Saatgut beziehungsweise Pflanzenschutz tätig sein. Magro soll Vorstandschef des neuen, abgespaltenen Saatgutunternehmens werden. Der bisherige Verwaltungsratschef Greg Page soll seine Position bei dem bestehenden Unternehmen behalten, das künftig das Pflanzenschutzgeschäft führen wird.

Das Saatgutgeschäft erwirtschaftete im vergangenen Jahr rund 56,5 Prozent des Gesamtumsatzes von Corteva, der sich auf 16,9 Milliarden Dollar belief. Der Rest entfiel auf den Bereich Pflanzenschutz.

Bayer setzt weiter auf eine integrierte Agrarsparte

Der Schritt von Corteva stellt einen Gegenentwurf zur Strategie des deutschen Konkurrenten Bayer dar. Der Leverkusener Konzern leidet seit der milliardenschweren Monsanto-Übernahme 2018 unter einer Klagewelle in den USA wegen des Unkrautvernichters Glyphosat.

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Bayer will seine Saatgut- und Pflanzenschutzgeschäfte aber weiter unter einem Dach betreiben, wie Vorstandschef Bill Anderson erst vor kurzem sagte. Für die Landwirte sei es ein Vorteil, wenn ein Vertriebsmitarbeiter Saatgut, Pflanzenschutz und digitale Lösungen aus einer Hand anbiete. Man schätze die Agrarsparte gerade als integrierte Einheit, sagte Anderson.

Corteva folgt unterdessen einem allgemeinen Trend in der US-Wirtschaft, bei dem sich große Konzerne aufspalten, um gezielter wachsen zu können. Zuletzt hatten unter anderem Kraft Heinz, Warner Bros Discovery und DuPont ähnliche Abspaltungen angekündigt. Corteva selbst war erst 2019 aus der Aufspaltung des Chemiekonzerns DowDuPont in drei eigenständige Unternehmen hervorgegangen.

rtr
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