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RüstungHensoldt hebt wegen erwarteter Bundeswehr-Aufträge Prognose an

Beim Radar-Spezialisten Hensoldt schlägt sich die Einleitung weiterer Beschaffungen durch die Bundesregierung zunehmend in konkreten Beauftragungen nieder. Die Aktie legt außerbörslich deutlich zu. 23.10.2025 - 21:30 Uhr Artikel anhören
Eurofighter Common Radar System ECRS Mk1 von Hensoldt: Gefragte Technik. Foto: Marijan Murat/dpa

Taufkirchen. Der Rüstungselektronik-Konzern Hensoldt hat angesichts erwarteter Großaufträge der Bundeswehr seine Ziele für das laufende Jahr teilweise angehoben. Der Auftragseingang werde in diesem Jahr um 60 bis 90 Prozent höher ausfallen als der Umsatz, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Taufkirchen bei München mit. Bislang hatte ,der Radar-Spzialist mit einem Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (Book-to-Bill) mit 1,2 gerechnet.

Als Grund nannte der Vorstand die bereits erfolgten und absehbare parlamentarische Freigaben für mehrere Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr. Die Einleitung weiterer Beschaffungen durch die Bundesregierung schlage sich zunehmend in konkreten Beauftragungen nieder, hieß es weiter.

Der Umsatz werde noch bei rund 2,5 Milliarden Euro erwartet.  Bisher hatte das Unternehmen eine Spanne von 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro genannt. Bei der bereinigten Ebitda-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) wird Hensoldt hingegen optimistischer. Diese soll nun bei 18 Prozent oder höher liegen. Zuvor waren 18 Prozent angepeilt worden.

Hensoldt-Chef Oliver Dörre: Sieht sein Unternehmen auf „einem sehr guten Weg“. Foto: Bloomberg/Getty Images

„Das demonstriert die Fähigkeit von Hensoldt, auch bei deutlich steigender Nachfrage komplexe Produkte und Lösungen zuverlässig zu liefern und dabei wirtschaftlich zu arbeiten“, sagte Vorstandschef Oliver Dörre zu den genannten Daten. Die Auftragsflut sehe er auch als eine Verpflichtung, die Produktion weiter zu industrialisieren und die Kapazitäten auszubauen. „Trotz der hohen Komplexität des Ramp-ups ist Hensoldt hier auf einem sehr guten Weg.“

Seine mittelfristige Prognose und die Umsatzambition für das Jahr 2030 bestätigte der Konzern: Die Erlöse sollen sich bis dahin auf sechs Milliarden Euro mehr als verdoppeln.

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Anleger zeigten sich erfreut. Die Hensoldt-Aktie legte auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um knapp vier Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss zu und übersprang die 100-Euro-Marke. Binnen eines Jahres hat sich der Kurs mehr als verdreifacht. Der Bund hält mit 25,1 Prozent eine Sperrminorität an Hensoldt.

Vorstandschef Oliver Dörre hatte bereits Ende September gesagt, die Bundesregierung meine es ernst und bestelle in Stückzahlen, die „in Richtung zehnfach, zwanzigfach von dem gehen, was wir in der Vergangenheit hatten“. Ein zentrales Projekt sei dabei der Spähpanzer der nächsten Generation, auch „Luchs II“ genannt. Hensoldt werde dafür den wichtigsten Teil der Sensorik und Elektronik liefern.

rtr, dpa-AFX
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