Heimdiagnostik: Was Doctorbox mit seinem neuen Investor plant
München. Wie hoch ist mein Vitamin-D-Wert? Habe ich vielleicht eine Allergie, von der ich bisher nichts wusste? Oder bin ich genetisch vorbelastet für Krebs?
Um Antworten auf solche Fragen zu erhalten, muss man keine Arztpraxis mehr aufsuchen. Tests genau dafür lassen sich mittlerweile im Internet bestellen, zu Hause durchführen – und das Laborergebnis kommt später auf das Handy. Das zumindest offerieren einige Digital-Health-Unternehmen.
Die auf diesem Markt aktive Firma Doctorbox hat nun die Laborkette Dr. Wisplinghoff als neuen Investor aufgenommen. Eine entsprechende Anfrage des Handelsblatts hat das Unternehmen bestätigt. Im Anschluss an die Kapitalerhöhung gibt dann wiederum der Apothekendienstleister Noventi den Großteil seiner Anteile am Unternehmen ab.
Noventi will sich auf Kerngeschäft konzentrieren
Noventi begründet diesen Teilrückzug damit, dass es sich im Zuge der Sanierung auf sein Kerngeschäft konzentrieren will; dazu zählen Abrechnungs- und Softwarelösungen. Die Anteilsübertragung spiegelt auch wider, worauf sich das Geschäftsmodell von Test-Unternehmen wie Doctorbox konzentriert.
„Wir setzen jetzt stärker auf die Diagnostik zu Hause. Tests in den Apotheken spielen derzeit noch eine untergeordnete Rolle“, sagt Doctorbox-Geschäftsführer Julian Maar. Laborärztinnen und Laborärzte kritisieren das Modell teils scharf, während Krankenkassen zunehmend interessiert sind.