Nachlass: Wie Sie richtig mit einem hohen Erbe umgehen
Düsseldorf. 113,2 Milliarden Euro wurden im Jahr 2024 jenseits der Steuerfreigrenzen vererbt oder verschenkt, meldete das Statistische Bundesamt. Klar, dass viele Deutsche da auf ein hohes Erbe hoffen. Insgesamt 34 Prozent der künftigen Erben rechnen mit einem Erbe von mindestens 250.000 Euro, so eine Deutsche-Bank-Studie aus dem vergangenen Jahr. Doch so groß die Freude über das große Erbe, so tief ist oft auch die Trauer, die es begleitet.
Häufig sind es Frauen, die allein zurückbleiben und erben. Sie leben statistisch gesehen länger als ihre Partner, haben sich jedoch nicht immer um die Finanzen gekümmert. Für viele kann es überfordernd sein, plötzlich über ein beträchtliches Vermögen zu verfügen – und zugleich die Verantwortung für alles zu tragen.
Dass der oder die Hinterbliebene am Ende alles besitzt, ist dabei gar nicht so selten. Zwei Drittel aller Menschen haben kein Testament; in diesen Fällen greift die gesetzliche Erbfolge, und das Vermögen wird unter Partner und Kindern aufgeteilt. Verfassen hingegen Ehepaare ein Testament, so entscheiden sie sich häufig für das sogenannte Berliner Testament: Zunächst erbt der überlebende Ehepartner, die Kinder erst nach dem Tod beider Eltern. Doch wie lässt sich mit Trauer und Erbe umgehen? Das Handelsblatt hat mit zwei Erbexperten gesprochen.