Velux-Chef: „Wir machen den Klimawandel erträglicher“
Düsseldorf. Mitten im Zweiten Weltkrieg gründete der dänische Ingenieur Villum Kann-Rasmussen das Unternehmen Velux. Weil Wohnraum fehlte, wollte er Dachgeschosse in Wohnungen verwandeln. Dafür erfand er wetterbeständige Schrägfenster zum Klappen.
Auch der heutige Chef des Familienunternehmens, Lars Petersson, sucht nach Lösungen gegen Wohnraummangel – nicht zuletzt, um das eigene Geschäft anzukurbeln. Allein in Deutschland könnten laut Velux 429.000 zusätzliche Wohnungen entstehen, wenn Dachgeschosse aufgestockt würden. „Nachverdichtung ist nicht nur besser für die Natur, sondern auch preisgünstiger als Neubauten“, sagt Petersson im Gespräch mit dem Handelsblatt. Doch die deutsche Bürokratie stehe dem oft im Weg.
Petersson warnt vor den volkswirtschaftlichen Folgen für die „Generation Indoor“. 90 Prozent der Zeit verbringen Menschen in Industrieländern heute in Innenräumen. „Wir könnten deutlich produktiver und wettbewerbsfähiger arbeiten, wenn die Raumluft besser wäre.“