Commerzbank: IT-Chefin – Attacken werden weiter zunehmen und immer schlauer
Frankfurt. Die Commerzbank verhindert durch den Einsatz eines neuen Frühwarnsystems Millionenschäden bei der Eröffnung von Konten durch Kriminelle. Das Institut habe im Frühjahr ein Pilotprojekt gestartet, bei dem ein mit Künstlicher Intelligenz (KI) betriebener Agent im Verdachtsfall Alarm auslöse, sagte IT-Vorständin Christiane Vorspel am Dienstag auf der Handelsblatt-Tagung „BankenTech“.
Anschließend überprüfen nach ihrer Aussage Mitarbeiter die Meldungen. Dank der KI habe die Commerzbank viele Kontoeröffnungen verhindert, die sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Betrugsfällen geführt hätten, erklärte Vorspel. Dadurch habe das Institut allein in diesem Jahr „einen signifikanten einstelligen Millionenbetrag“ an Schäden verhindert.
Eine bessere Betrugsprävention ist Vorspel zufolge essenziell, denn auch Kriminelle nutzen für ihre Angriffe verstärkt KI. Die Attacken im Bankenmarkt hätten in den vergangenen acht Monaten nochmals zugenommen, berichtete die Managerin: „Sie werden weiter steigen, und sie werden immer schlauer.“