Start-up Mpiriq: KI-Plattform verbindet Versorgung und Forschung
Berlin. Die Idee für sein Start-up entstand am Abendbrottisch. Beim Essen fragte Markus Haug seine Frau: „Warum forschst du nicht selbst?“ Die Oberärztin antwortete: „Damit ich nicht noch später nach Hause komme.“
Schon zuvor hatte der Politikwissenschaftler mit seinem Freund Florian Schröder, Datenwissenschaftler bei einem Pharmaunternehmen, gesprochen. Darüber, wie schwierig es ist, verlässliche Daten und passende Patienten für die klinische Forschung zu gewinnen.
Das wollten sie ändern. Nach zwei Jahren Vorarbeit gründeten sie im Frühjahr 2024 Mpiriq.
Das leistet die Plattform Mpiriq
Die nun live geschaltete Plattform soll Praxen und Kliniken die Teilnahme an klinischen Studien erleichtern. Im Sommer 2024 konnten Haug und Schröder im Rahmen einer Finanzierungsrunde drei Millionen Euro dafür einsammeln. Die Runde wird von Speedinvest und HV Capital getragen.
Laura Seifert, Investmentmanagerin bei HV Capital, sagt: „Daten werden zur treibenden Kraft der modernen Medizin. Mpiriq nutzt KI, um eine der größten Herausforderungen im Gesundheitswesen in eine Chance zu verwandeln.“
„Mpiriq ist keine reine Datenplattform“, sagt Haug. „Wir haben vielmehr eine Brücke zwischen Versorgung und Forschung gebaut.“ Ärztinnen und Ärzten zeigt die Plattform an, welche Studien wo laufen. Dafür greift sie auf öffentliche Studienregister und Datenbanken von Forschungspartnern zu.