Immobilien: Kaufpreise und Bauzinsen dürften nächstes Jahr wieder steigen
München. Wer sich für den Kauf einer Wohnimmobilie interessiert, muss im kommenden Jahr mit höheren Preisen und einem leicht steigenden Zinsniveau rechnen. Wie schon in diesem Jahr dürften die Wohnungen und Häuser auch 2026 im Schnitt um drei Prozent teurer werden, erwartet der Immobilienfinanzierer Dr. Klein.
Bei den Bauzinsen dürfte sich das gleichbleibende Niveau der vergangenen zwölf Monate mit einer leichten Aufwärtstendenz fortsetzen. „Wir rechnen mit einer Zinsspanne zwischen 3,1 und 3,7 Prozent in den nächsten sechs Monaten“, sagt Florian Pfaffinger, Mitglied des Expertenrats bei Dr. Klein.
In diesem Jahr bewegten sich die Bauzinsen innerhalb eines Korridors von drei bis 3,5 Prozent, im Schlussquartal verharren sie bei 3,3 Prozent. Schwankungen gab es vor allem zu Jahresbeginn, als politische Ereignisse wie die US-Zins- und -Zollpolitik und die Bundestagswahl für Unsicherheit sorgten. Anschließend stabilisierte sich das Zinsniveau mit deutlich weniger Schwankungen.
Langfristig bedeutet diese Entwicklung, dass die Phase sehr niedriger Zinsen, die es bis vor knapp vier Jahren gab, wohl endgültig vorbei ist.