Management: Wird Deutschland ohne Vorreiter zum KI-Absteiger?
Berlin. Die Deutsche Telekom und die Schwarz-Gruppe wollen gemeinsam ein Großrechenzentrum bauen. Das berichtete das Handelsblatt kürzlich unter Berufung auf sechs mit dem Vorgang vertraute Personen. Beide Unternehmen führen demnach aktuell intensive Gespräche, um sich für die von der EU geförderten Großrechenzentren zu bewerben. Die Verhandlungen seien weit fortgeschritten. Eine formelle Einigung stehe aber noch aus.
Beide Unternehmen treiben ihren KI-Ausbau bereits voran. Die Schwarz-Gruppe startete vor rund zwei Wochen den Bau eines Rechenzentrums in Lübbenau im Spreewald. Die Deutsche Telekom plant in München eine KI-Fabrik. Im ersten Quartal des nächsten Jahres soll dort ein Rechenzentrum einsatzbereit sein.
Eine Allianz der beiden Unternehmen wäre ein weiterer großer Schritt für eine hiesige digitale Infrastruktur. Warum es in Deutschland mehr solcher Vorbilder braucht und was sich hiesige Manager von internationalen Konkurrenten abschauen können, erklärt der Managementexperte Roman Briker.