Einkaufsmanagerindex: US-Dienstleister überraschen im November mit robustem Wachstum
Washington. Die US-Dienstleister haben ihr Wachstum im November überraschend beschleunigt. Der Einkaufsmanagerindex für die Service-Branche kletterte um 0,2 auf 52,6 Punkte, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten monatlichen Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht.
Das Barometer bleibt damit weiter deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Von Reuters befragte Volkswirte hingegen hatten für November mit einem leichten Rückgang auf 52,1 gerechnet.
Der Dienstleistungssektor macht mehr als zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung aus. Mit dem ISM-Indikator nun komfortabel oberhalb der Wachstumsgrenze seien die konjunkturellen Sorgenfalten etwas kleiner geworden, sagte Helaba-Experte Ulrich Wortberg. „Erwartungen einer Zinssenkung der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche könnten etwas gedämpft werden.“
Allerdings signalisierten die jüngsten ADP-Zahlen eine schwächere Situation am Arbeitsmarkt, betonte der Analyst. In der Privatwirtschaft fielen demnach im November insgesamt 32.000 Jobs weg, wie aus der Firmenbefragung des Personaldienstleisters ADP hervorgeht.
Die Fed, die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll, hat den Leitzins zuletzt zweimal in Folge gesenkt. Er liegt jetzt in einer Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Viele Ökonomen rechnen angesichts des schwächeren Arbeitsmarktes für die Sitzung am 10. Dezember mit einer weiteren Senkung um einen Viertel Prozentpunkt.