Pharma: Bayer erwartet Umsatz von mehreren Milliarden mit Krebsmittel
San Francisco. Bayer hat im Rahmen der JP Morgan Health Konferenz in San Francisco mit einer Ankündigung überrascht. Nubeqa, ein Mittel gegen Prostatakrebs, dürfte dem Dax-Konzern in der Spitze jährlich mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz einbringen – und damit sogar die bisherigen Spitzenumsätze des Blutverdünners Xarelto übertreffen.
Die Zahl nannte Stefan Oelrich, Chef der Pharmasparte des Arzneimittel- und Agrarkonzerns, dem Handelsblatt exklusiv im Gespräch. Damit übertrifft Bayer auch die Erwartungen von Analysten, die mit einem Umsatz für Nubeqa von etwa drei Milliarden Euro rechneten. Oelrich sagte: „Mit großer Wahrscheinlichkeit ist das das größte Produkt, das wir je hatten.“
Ein neuer Umsatzbringer im Pharmabereich ist das, was der Konzern nach Markteinschätzungen derzeit dringend braucht: Mehrere Patente laufen aus. Laut Oelrich ist dies das letzte Jahr, in dem sich der Patentverlust von Xarelto noch belastend auf die Bilanz auswirkt. Auch starke Konkurrenz durch Nachahmermedikamente kostet dem Konzern Umsatz.