Energie: EnBW-Chef erklärt den Offshore-Ausstieg in Großbritannien
Stuttgart. Der Energiekonzern EnBW hat sich mit dem Bau von Windparks vor der Küste Großbritanniens verkalkuliert. Am Donnerstag gab das Unternehmen aus Baden-Württemberg bekannt, aus zwei Offshore-Projekten auszusteigen. Die Windparks wollte EnBW eigentlich gemeinsam mit dem britischen Ölkonzern BP bauen.
Für Georg Stamatelopoulos sicherlich alles andere als ein entspannter Geburtstag. Am Donnerstag ist der EnBW-Chef 56 Jahre alt geworden. Verbracht hat er den Tag mit stundenlangen Gesprächen. Erst mit seinen Vorstandsmitgliedern, dann mit dem Aufsichtsrat. Der Energiekonzern liegt zu mehr als 90 Prozent in der Hand des Landes Baden-Württemberg und des kommunalen Zweckverbands Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW).
Im Interview mit dem Handelsblatt wirkt der gebürtige Grieche am späten Nachmittag zwar müde, aber zufrieden. Die Verabschiedung des Kohleausstiegsplans sei auch auf seinen Geburtstag gefallen, erzählt er lächelnd. Und ohnehin habe diese Entscheidung nun mal jetzt getroffen werden müssen. Einen Tag zuvor hatte das Unternehmen erfahren, dass die beiden Projekte in der gerade abgeschlossenen Auktionsrunde in Großbritannien keine staatliche Förderung erhalten haben.