Autozulieferer: Mitsubishi Electric will wohl Autoteilegeschäft verkaufen
Tokio. Mitsubishi Electric will sein Geschäft mit Automobilelektronik verkaufen und Angebote für die Sparte einholen. Das berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf Insider.
Der Konzern will demnach bis zum 26. Januar erste Angebote von potenziellen Käufern entgegennehmen, darunter andere Autozulieferer sowie Private-Equity-Fonds. Der Verkauf könne 200 bis 300 Milliarden Yen (1,1 bis 1,6 Milliarden Euro) einbringen.
Das Autoteilegeschäft umfasst Produkte wie Wechselrichter und Motoren für Hybrid- und Elektrofahrzeuge sowie Infotainmentsysteme für Fahrzeuge – Bereiche, die unter starkem Kostendruck stehen. Weil der weltweite E-Auto-Absatz nicht so stark wächst wie erhofft, wird es schwieriger, in diesem Sektor profitabel zu arbeiten.
Ein Sprecher von Mitsubishi Electric war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.
Ziel des Konzerns sei es, die Sparte auszugliedern. Die Einheit erzielte im Zeitraum April bis September des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 423 Milliarden Yen bei einer operativen Marge von rund fünf Prozent. Die operative Marge des Gesamtkonzerns lag bei 8,2 Prozent.
Rückzug der Elektronikriesen aus dem Autogeschäft
Im April 2024 hatte Mitsubishi Electric die Automobilsparte bereits als Tochtergesellschaft ausgegliedert und damals angekündigt, sich aus dem Geschäft mit Navigationssystemen für Autos zurückziehen zu wollen.
Mitsubishi Electric hat umfangreiche Strukturreformen eingeleitet. In einer Managementpräsentation im vergangenen Mai hieß es, dass innerhalb des laufenden Geschäftsjahres über die Zukunft der Sparte entschieden werde.