Jan Philipp Burgard: Springer stellte interne Untersuchung über Ex-„Welt“-Chef an
Düsseldorf, San Francisco. Der Rückzug von Jan Philipp Burgard als Chefredakteur der zu Axel Springer gehörenden „Welt“-Gruppe soll in einem Zusammenhang mit Vorwürfen gegen ihn stehen. Wie die „New York Times“ und das US-Portal Semafor am Sonntag berichteten, habe es eine Untersuchung wegen des mutmaßlichen Verstoßes gegen interne Verhaltensregeln gegeben.
Axel Springer und Burgard hatten vergangene Woche mitgeteilt, dass Burgard seinen Posten aus „gesundheitlichen Gründen“ niederlegt. Der Journalist selbst schrieb im Karrierenetzwerk „LinkedIn“, er habe während des Rückflugs aus seinem Urlaub einen „schweren körperlichen Zwischenfall“ erlitten. Daraufhin hätten ihm Ärzte der Berliner Charité dazu geraten, sich auf seine Gesundheit zu konzentrieren.
Hintergrund der Untersuchung soll die Weihnachtsfeier des Verlags am 11. Dezember sein. In den Tagen danach sei das Auftreten Burgards Gesprächsthema quer durch die Redaktionen gewesen. Auf Nachfrage des Handelsblatts, ob Burgard die in den Berichten geschilderten Vorgänge über „unangemessenes Verhalten“ bestätigen oder dementieren wolle, meldete sich sein Rechtsanwalt.
Springer: Keine Beschwerden wegen übergriffigen Verhaltens
In einem „presserechtlichen Warnschreiben“ bezeichnete der Anwalt Burgards Ausscheiden als rein gesundheitlich begründet und zitierte aus einem ärztlichen Attest. Dann nahm er Stellung zu der Weihnachtsfeier.