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Dominique Strauss-KahnErst Sexskandal, jetzt Firmenpleite

US-Medien berichten, dass die Finanzfirma des ehemaligen Leiters des Internationalen Währungsfonds insolvent sei. Erst im Vorjahr hatte sich Strauss-Kahn in die Luxemburger Investmentfirma eingekauft. 06.11.2014 - 10:47 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die Finanzfirma von Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn soll nach US-Medienberichten pleite sein.

Foto: Reuters

New York. Die Luxemburger Investmentfirma des ehemaligen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn ist laut US-Medien pleite. Das Management habe das Unternehmen Leyne, Strauss-Kahn & Partners (LSK) in einer kurzen Mitteilung für insolvent erklärt, berichteten am Mittwoch das „Wall Street Journal“ und der Finanzdienst Bloomberg.

LSK soll wegen eines Konflikts mit der Schweizer Firma Insch Capital Management um unautorisierte Finanzgeschäfte im Visier der Aufsichtsbehörden gestanden haben. Auch der Versicherer Bâloise habe eine Beschwerde eingereicht, heißt es in den Berichten. Es soll um veruntreute Kundengelder gehen.

Was genau dahinter steckt, ist noch nicht bekannt, die ersten Informationen klingen aber bereits wie aus einem Finanzkrimi, denn Thierry Leyne, Strauss-Kahns Partner, hat sich nach Angaben seiner Assistentin am 23. Oktober Selbstmord begangen. Der 49-jährige soll sich in Tel Aviv von einem Gebäude gestürzt haben. Nach dem „tragischen Tod“ habe das Management der Firma zusätzliche Verpflichtungen entdeckt, die die ohnehin schon kritische Finanzsituation verschlimmert hätten, hieß es weiter.

So legen Vermögende ihr Geld an
Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln gehört man bereits mit einem Nettovermögen von rund 261.000 Euro zum reichsten Zehntel der erwachsenen Bevölkerung. Das bedeutet, dass 6,7 Millionen Menschen in Deutschland vermögend sind. Durchschnittlich kommen sie auf ein Nettovermögen von 639.000 Euro je Erwachsener.
Das durchschnittliche Nettovermögen beträgt 115.000 Euro.
Über ein Nettovermögen von mindestens 1 Million Euro verfügt nur ein Prozent der Erwachsenen, das sind rund 670.000 Menschen.
Ein Blick auf die Altersstruktur der Vermögenden zeigt: Reichsein ist häufig das Ergebnis eines Lebenswerkes. Fast drei Viertel des reichsten Bevölkerungszehntels sind mindestens 50 Jahre alt, rund 40 Prozent sogar bereits in Rente. Und: Neben dem Alter ist vor allem der berufliche Status wichtig. Im vermögensstärksten Zehntel sind gut 21 Prozent Selbstständige – dreimal so viel wie in der gesamten Bevölkerung.
Durchschnittlich hat ein Vermögender in Deutschland 41.000 Euro auf dem Sparkonto, 16.000 Euro Fondsanteile sowie 11.500 Euro in Anleihen und 12.000 Euro in Aktien. Außerdem sind 199.000 Euro im Eigenheim angelegt und 202.000 Euro in sonstigen, beispielsweise vermieteten Immobilien.
Der durchschnittliche Erwachsene hat 12.000 Euro auf dem Sparkonto, 3.000 Euro Fondsanteile, 1.500 Euro Anleihen und 2.000 Euro Aktien sowie 54.000 Euro im Eigenheim und 27.000 in sonstigen, beispielsweise vermieteten Immobilien angelegt.

Strauss-Kahn hatte sich im vergangenen Jahr bei Leyne über dessen Luxemburger Investmentbank Anatevka eingekauft. Laut Bloomberg sollte er helfen, einen zwei Milliarden Dollar schweren Hedgefonds aufzubauen. LSK war nicht für eine Stellungnahmen erreichbar.

Von November 2007 bis Mai 2011 war Strauss-Kahn Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF). Vergewaltigungsvorwürfe eines New Yorker Zimmermädchens zwangen ihn zum Rücktritt. Die Anklage wurde später eingestellt. In Frankreich wurde 2013 wegen Zuhälterei gegen ihn ermittelt. Von 1997 bis 1999 war Strauss-Kahn französischer Wirtschafts- und Finanzminister.

dpa
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