Deutschland-Chef Peter Betzel: Ikea sagt dem Kabelsalat den Kampf an
Noch erzielt das Unternehmen den Großteil seiner Umsätze im klassischen Möbelhaus.
Foto: dpaIn der Deutschland-Zentrale von Ikea hängt über den Stempeluhren eine Ampel. Rot bedeutet aber nicht Halt, sondern Peaktag – und das heißt: Achtung, es wird voll. Das ist immer samstags der Fall, an Brückentagen oder auch in den Ferien. Zuletzt besuchten pro Jahr rund hundert Millionen Menschen die bundesweit 49 Einrichtungshäuser von Ikea, 180 Millionen die deutsche Homepage.
Herr Betzel, Ikea Deutschland hat im Jahr 2013/14 nur 154 Millionen Euro im Internet umgesetzt. Das ist ein Onlineanteil von nicht mal vier Prozent. Warum ist er so niedrig?
Die meisten nutzen unsere Webseite zur Information und Vorbereitung auf einen Besuch in einem Ikea-Haus. Sie planen zum Beispiel ihren neuen Pax-Schrank. Viele stellen sich auch schon einmal vorab all das im Warenkorb zusammen, was sie später kaufen möchten.
Bis 2020 will der Möbelriese zehn Prozent seines Umsatzes im Netz erwirtschaften.
Foto: dpaDas bringt sie ihrem Ziel, bis 2020 zehn Prozent des Umsatzes im Netz zu erzielen, aber nicht weiter.
Das schaffen wir, glauben Sie mir. Wenn nicht sogar mehr. In Großbritannien liegt Ikea schon über diesem Ziel. Die Briten sind sehr onlineaffin und uns beim Einkauf im Internet um drei bis fünf Jahre voraus. Diese Entwicklung wird auch bei uns in Deutschland kommen.