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Heckler & KochFührungswechsel beim G36-Hersteller

Nach der Debatte um das Bundeswehr-Sturmgewehr G36 bereitet der Waffenhersteller Heckler & Koch einen Wechsel der Geschäftsleitung vor. Erster Arbeitsauftrag: Die Unternehmenskommunikation verbessern. 03.06.2015 - 14:15 Uhr Artikel anhören

Der Oberndorfer Waffenbauer Heckler & Koch stand zuletzt wegen angeblich unzureichender Treffgenauigkeit seines Sturmgewehrs G36 in der Kritik.

Foto: dpa

Oberndorf. Der Waffenhersteller Heckler & Koch bereitet mitten in der Debatte um das Sturmgewehr G36 einen Wechsel in seiner Geschäftsführung vor. Nicola Marinelli wird ab sofort das operative Geschäft übernehmen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Oberndorf (Baden-Württemberg) mitteilte. Im Laufe des Jahres soll er dann von Gesellschafter Andreas Heeschen den Vorsitz der Geschäftsführung übernehmen.

Heeschen hatte sich im Frühjahr in die Leitung eingeschaltet, nachdem Niels Ihloff im Februar fristlos gekündigt worden war. Heeschen will sich künftig um strategische Fragen in der Geschäftsführung kümmern. Der Mehrheitseigner war mit einer Investorengruppe 2002 bei Heckler & Koch eingestiegen.

Die größten deutschen Rüstungskonzerne
Die Rüstungsindustrie ist ein großer Wirtschaftszweig in Deutschland. Einer Erhebung des Branchenverbandes BDSV zufolge waren 2011 rund 100.000 Menschen in der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie beschäftigt. Einige große deutsche Rüstungskonzerne im Profil.
Die Rüstungssparte des Nürnberger Diehl-Konzerns, stellt unter anderem Munition, Raketen und Ketten für Panzer her. Umsatz 2013: 533 Millionen Euro.
Der Handwaffenspezialist aus dem badischen Oberndorf fertigt unter anderem Pistolen, Sturm- und Präzisionsgewehre. Umsatz 2013: 200 Millionen Euro.
KMW in München baut etwa den Kampfpanzer „Leopard“, den Schützenpanzer „Puma“ oder die Panzerhaubitze „2000“. Umsatz 2013: 900 Millionen Euro.
MTU Aero Engines ist ein Triebwerksbauer aus München, der auch für militärische Flugzeuge fertigt, etwa den Motor für den Eurofighter. Umsatz 2013 (Wehrgeschäft): 501 Millionen Euro.
Rheinmetall Defence ist die Wehrsparte von Rheinmetall aus Düsseldorf und fertigt Panzer, aber auch Munition oder etwa Flugabwehrsysteme.Umsatz 2013: 2,2 Milliarden Euro.
Thyssen-Krupp Marine Systems in Kiel baut U-Boote und Kriegsschiffe. Die Firma entstand aus Blohm+Voss und der Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH. Umsatz 2012/13: 1,2 Milliarden Euro.

Gemeinsam mit Marinelli will Heeschen die Unternehmenskommunikation und Transparenz verbessern. Heckler & Koch hatte sich lange Zeit durch Verschwiegenheit ausgezeichnet, war zuletzt auch wegen der Debatte um das G36 aber auf die Medien zugegangen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte im April erklärt, dass das Sturmgewehr wegen Präzisionsproblemen keine Zukunft in der Bundeswehr habe – zumindest nicht in der aktuellen Konstruktion.

„Mit Herrn Marinelli gewinnen wir einen branchenerfahrenen Experten, der bestens mit dem Marktumfeld, wehrtechnischen Produkten und der Abwicklung von wehrtechnischen Projekten sowohl für die Bundeswehr als auch die alliierten Armeen vertraut ist“, so Heeschen. Marinelli bringt Erfahrungen von Rheinmetall und Thyssen-Krupp mit.

dpa
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