Hühnchen-Index: Der Kwanza ist Afrikas überbewertetste Währung
Der KFC-Index zeigt auch, dass der südafrikanische Rand gegenüber dem US-Dollar 48 Prozent unterbewertet ist und damit so stark wie keine andere Währung auf dem Kontinent.
Foto: APNew York. Der Kwanza aus Angola ist die am stärksten überbewertete Währung in Afrika, gemessen an den Kosten für ein kleines Eimerchen mit frittierten Hühnchen-Teilen in dem Land, dessen Einnahmen vor allem aus der Ölförderung stammen.
Der offizielle Wechselkurs ist gegenüber dem US-Dollar um rund 72 Prozent überbewertet, wie der KFC-Index zeigt, der jetzt auf der Webseite von Sagaci Research veröffentlicht wurde. KFC ist eine Fastfood-Kette, die für ihre frittierten Hühnchen bekannt ist. Die Erfinder des Index’ geben an, sie hätten sich vom The Economist Big Mac Index inspirieren lassen.
Gemessen wird die Bewertung einer Währung über eine Kaufkraft-Paritäts-Analyse, bei der die Kosten für eine zwölf Teilchen umfassende Mahlzeit in einem KFC-Restaurant zugrunde gelegt werden. Die Restaurantkette, die zum amerikanischen Fastfoodkonzern Yum Brands Inc. gehört, ist mit Läden in insgesamt 18 afrikanischen Ländern vertreten.
Angola ist der zweitgrößte Erdölförderer in Afrika nach Nigeria. Der Rohstoff steht hinter rund 70 Prozent der Steuereinnahmen und 95 Prozent der Exporteinkünfte des Landes. Im Februar hatte Standard & Poor’s die Bonitätsnote von Angola von B+ auf B herabgestuft. Damit liegt das Land nun fünf Stufen unter dem Qualitätsbereich „Investment-Grade“.