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+++ Liveblog zu Anschlägen in Brüssel +++Polizei fahndet nach einem der Attentäter

Der IS hat sich zu den Terroranschlägen in Brüssel bekannt. Dabei sind am Dienstagmorgen mindestens 30 Menschen gestorben. Die belgischen Ermittler sind einem der Terroristen auf der Spur. Die Ereignisse im Liveblog.Stefan Kaufmann, Nils Heck, Reuters , dpa und afp und Ruth Berschens, Désirée Linde 22.03.2016 - 19:23 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die Polizei sucht nach dem Mann rechts im Bild. Er soll an den Anschlägen am Flughafen beteiligt sein.

Foto: AFP

Brüssel. Bei den Anschlägen in Brüssel nach aktuellen Angaben 30 Menschen ums Leben gekommen, 10 davon am Flughafen, mindestens 20 in der U-Bahn-Station Maelbeek im Brüsseler Europaviertel. Die Feuerwehr meldet außerdem 81 teils schwer Verletzte im Flughafen und weitere 55 in der U-Bahnstation. Im gesamten Land gilt die höchste Sicherheitsstufe vier. Der Bahnverkehr ist weiterhin eingeschränkt. Die Behörden hatten der Bevölkerung bis zum Nachmittag geraten, nicht auf die Straße zu gehen. Mittlerweilen dürfen sich die Menschen wieder frei bewegen. Gegen acht Uhr ereigneten sich die beiden Explosionen in der Abflughalle des Brüsseler Flughafens Zaventem. Der belgische Generalstaatsanwalt geht davon aus, dass eine dieser Explosionen „wahrscheinlich“ von einem Selbstmordattentäter ausgelöst wurde. Gegen 9.15 Uhr gab es mindestens eine Explosion in der U-Bahn-Station Maelbeek im Brüsseler Europaviertel. Die Ereignisse des Tages im Liveblog.

+++ Polizei findet Sprengstoff bei Razzia +++

Die belgische Polizei findet laut einem Bericht des Senders VRT bei einer Hausdurchsuchung in Brüssel eine Bombe und eine Fahne des Islamischen Staats (IS).

+++ Belgische Polizei fahndet mit Foto nach Terrorverdächtigem +++

Die belgische Polizei hat auf Twitter ein Fahndungsfoto eines Terrorverdächtigen veröffentlicht. Das Bild zeigt einen Mann in weißer Jacke mit einem Flughafengepäckwagen, einer schwarzen Tasche und einer dunklen Mütze. Zuvor hatte der Sender VRT am Dienstag ein Bild mit drei Männern veröffentlicht, auf dem auch der nun Gesuchte zu sehen war.

+++ Syrische Opposition pocht nach Brüssel-Anschlägen auf Fortsetzung von Gesprächen +++

Die syrische Opposition hat eine Fortsetzung der Genfer Friedensverhandlungen angemahnt, um den Bürgerkrieg in Syrien zu beenden und die Gefahr durch Dschihadisten zu bannen. Die Brüsseler Anschläge hätten erneut gezeigt, dass der „terroristische Wahnsinn“ nicht nur den Nahen Osten, sondern auch „das Herz Europas“ erfasst habe, sagte eine Sprecherin des Hohen Verhandlungskomitees (HNC) am Dienstag in Genf. Es sei nun wichtiger denn je, die Gespräche fortzusetzen und der Bedrohung durch Fanatiker entgegenzutreten, erklärte die HNC-Sprecherin Bassma Kodmani. Der HNC-Sprecher Salem al-Meslet rief die Weltgemeinschaft auf, „den Terrorismus geschlossen zu bekämpfen“

+++ Brüsseler Hotels lassen Terror-Betroffene gratis übernachten +++
Brüsseler Hotels lassen Betroffene der Anschläge am Dienstag kostenlos übernachten. Das Angebot gelte auch für Angehörige, erklärte der Hotelverband der belgischen Hauptstadt, Brussels Hotels Association (BHA) laut Nachrichtenagentur Belga.

+++ Islamischer Dachverband Ditib verurteilt Terroranschläge +++
Die Türkisch Islamische Union (Ditib) hat die Terroranschläge in Brüssel aufs Schärfste verurteilt. „In unseren Gemeinden und bei Muslimen in Deutschland haben diese schändlichen Terroranschläge tiefe Trauer ausgelöst“, teilte der islamische Dachverband am Dienstag in Köln mit. Die Ereignisse hätten „noch einmal die Notwendigkeit unseres Zusammenwachsens als Gesellschaft gezeigt und damit unsere Entschlossenheit gestärkt, jeglichem Hass, Unrecht und Terror gemeinsam entgegenzutreten.“

+++ Deutsche Bahn fährt Brüssel auch am Mittwoch nicht an +++
Nach den Anschlägen in Brüssel unterbricht die Deutsche Bahn ihren Fernverkehr in die belgische Hauptstadt zunächst für einen weiteren Tag. Betroffen seien am Mittwoch die geplanten drei ICE-Verbindungen von Köln über Aachen nach Brüssel und zurück, sagte eine Unternehmenssprecherin. Die Züge fahren demnach nur bis Aachen und kehren dort um.

+++ Sprengsatz entschärft ++++

Sicherheitskräfte haben nach Angaben des Provinzgouverneurs von Brabant Flandern eine dritte Bombe in Brüssel gefunden und unschädlich gemacht. Lodewijk De Witte, Gouverneur der Provinz Flämisch-Brabant, sagte: „Die dritte Bombe ist nicht explodiert.“

+++ Merkel verspricht Belgien Unterstützung +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht von tiefer Bestürzung und Trauer über das, „was die Terroristen den Menschen in Brüssel angetan haben, was Terroristen uns allen angetan haben. Belgien werde alle Unterstützung von Deutschland erhalten.

+++ Brüsseler Flughafen bleibt am Mittwoch geschlossen +++

Nach den Terroranschlägen bleibt der Flughafen in Brüssel auch am Mittwoch geschlossen. Das teilte der Betreiber am Dienstag mit.

+++ IS soll sich sich zu Anschlägen bekannt haben +++

Die radikalislamische Miliz Islamischer Staat (IS) hat sich nach Angaben einer ihre nahestehenden Nachrichtenagentur zu den Anschlägen in Brüssel am Dienstag bekannt. Zudem hat die Polizei erste Bilder von den Verdächtigen vor den Explosionen am Flughafen veröffentlicht.

+++ Brüsseler dürfen wieder nach draußen +++

Nach den Terroranschlägen von Brüssel haben die Behörden den Bewohnern der belgischen Hauptstadt am Nachmittag die Erlaubnis erteilt, wieder nach draußen zu gehen. Das teilte das Krisenzentrum in Brüssel mit. Zuvor waren die Bürger gebeten worden, an sicheren Orten auszuharren

Die Anschläge in Brüssel: Was wir wissen – und was nicht
Was genau ist passiert?
Wie reagieren die belgischen Behörden?
Wer steckt hinter den Anschlägen?
Wie groß ist die Gefahr für Deutschland?
Sind Deutsche unter den Opfern?
Warum immer wieder Brüssel?

+++ Krisenzentrum spricht von 30 Toten +++

Bei den Anschlägen am Flughafen in Brüssel und an einer Metro-Station sind nach Angaben des zuständigen Krisen-Zentrums 30 Menschen gestorben. Zehn davon am Flughafen und 20 an der Metro-Station Maelbeek, sagt ein Sprecher.

+++ Polizei stellt Suche nach Verdächtigen am Brüsseler Flughafen ein +++

Die Polizei am Dienstagnachmittag die Suche nach Waffen und möglichen Verdächtigen am Flughafen in Brüssel eingestellt. Das berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Für die das Europaviertel gibt es noch keine Meldungen über eine mögliche Entwarnung.

+++ Belgien verhängt Staatstrauer +++
Die belgische Regierung verhängt nach dem Terror-Akt eine dreitägige Staatstrauer. Das meldete der Sender RTBF.

+++ Obama verurteilt Terroranschläge +++
US-Präsident Barack Obama hat die Terroranschläge verurteilt. „Die Gedanken und Gebete der amerikanischen Bevölkerung sind mit den Menschen in Belgien“, sagte er während seines Besuchs in Havanna, wo er erstmals den kubanischen Präsidenten Raúl Castro trifft. „Es ist eine Erinnerung daran, dass die Welt zusammenstehen muss.“ Nach Angaben des Weißen Hauses hatte Obama zuvor mit dem belgischen Premierminister Charles Michel telefoniert.

+++ Bayern schließt Vertretung in Brüssel bis Ostern +++
Die Vertretung des Freistaats Bayern in Brüssel bleibt nach den Terroranschlägen vorerst bis nach Ostern geschlossen. Dann müsse geschaut werden, wie es nach dem langen Wochenende weitergehe, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei. Die Vertretung des Freistaates bei der Europäischen Union liegt in unmittelbarer Nähe zum EU-Parlament. Ebenfalls nahe gelegen ist die Metro-Station Maelbeek, wo es auch zu einer Explosion kam.

+++ Eisenbahn-Stationen sollen wieder öffnen +++
Die Eisenbahn-Stationen in Brüssel sollen nach einem Bericht der Zeitung „La Libre“ am Nachmittag um 16 Uhr wieder öffnen. Allerdings werde das unter erheblich erhöhter Präsenz von militärischen Sicherheitskräften geschehen. Auch die Nachrichtenagentur Belga meldete die geplante Inbetriebnahme unter Berufung auf die Betreibergesellschaft SNCB am Dienstag. Ausgenommen seien die Bahnhöfe Schuman und Luxemburg im EU-Viertel.

+++ Sturmgewehr in Flughafen gefunden +++
Nach Angaben aus europäischen Sicherheitskreisen wurde mindestens ein Kalaschnikow-Sturmgewehr im Flughafengebäude gefunden, möglicherweise sogar zwei. Details wurden wegen der laufenden Ermittlungen zunächst nicht bekannt.

+++ Nato erhöht Warnstufe für Brüsseler Hauptquartier +++
Die Nato hat die Alarmstufe in ihrem Brüsseler Hauptquartier in der EU-Hauptstadt erhöht. „Wir bleiben wachsam und verfolgen die Lage weiterhin genau“, erklärte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag. Stoltenberg sprach von einem „feigen Anschlag“ auf „unsere Werte und auf unsere offene Gesellschaft“. Der Terrorismus werde die Demokratie und ihre Freiheiten nicht besiegen. Er denke an die Opfer und ihre Angehörigen. „Wir alle stehen unserem Alliierten Belgien an diesem dunklen Tag bei“, fügte Stoltenberg hinzu.

+++ Belgisches Atomkraftwerk Tihange wird nach Anschlägen teilgeräumt +++
Der Energielieferant „Electrabel“ hat in seinen beiden Atomkraftwerken in Doel und Tihange die Sicherheitsmaßnahmen hochgefahren. Die beiden Kraftwerke seien geschlossen und werden „systematisch kontrolliert“, wie eine Sprecherin des Unternehmens dem europäischen Ableger der US-Zeitung Politico sagte. Alle Fahrzeuge würden kontrolliert. Weiter sagt sie, die Zahl der Mitarbeiter sei auf ein Minimum reduziert worden.
Das Militär wie auch die Polizei seien bereits seit dem Wochenende auf dem Gelände. „Das ist Teil einer Operation, um Atomkraftwerke besser zu schützen“, sagte eine Sprecherin von „Electrable“ bereits vergangene Woche. „In vielen Ländern gebe es einen Schutz. Bei uns war das nicht der Fall, deswegen haben wir darum gebeten.“

+++ Weitere Attentäter könnten noch auf freiem Fuß sein +++
Die belgische Regierung hat vor einer womöglich noch immer existierenden Gefahr durch Attentäter in der Hauptstadt Brüssel gewarnt. „Wir fürchten, dass Personen noch auf freiem Fuß sind", sagte Außenminister Didier Reynders am Dienstag dem Fernsehsender RTBF. Durch Bombenanschläge am Flughafen von Brüssel und in einer U-Bahn-Station im Europaviertel waren zuvor nach offiziellen Angaben mindestens 26 Menschen getötet und über hundert verletzt.

Flughäfen und Bahnhöfe

Anschläge versetzen ganz Europa in Alarm

+++ Weite Teile Brüsseler Innenstadt abgeriegelt +++

Die Polizei hat die EU-Kommission und das Europaparlament abgeriegelt. Beamte und Abgeordnete können die Gebäude derzeit nicht verlassen. Drinnen versucht man, den Anschein der Normalität zu wahren. Im Parlament tagten am Vormittag mehrere Ausschüsse. Der Vorsitzende der Auswärtigen Ausschusses Elmar Brok (CDU) setzte zu Beginn der Sitzung um 9.10 Uhr eine Schweigeminute für die Opfer der Explosionen im Flughafen an, bevor er zur Tagesordnung überging. Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses Roberto Gualtieri sprach den Anschlagsopfern zu Sitzungsbeginn sein Beileid aus. Anschließend begann wie geplant eine öffentliche Anhörung aus Anlass des ersten Jahresjubiläums der EZB-Bankenaufsicht. Befragt wurde die Chefin der Behörde Danièle Nouy. Die Atmosphäre sei allerdings gespenstisch gewesen, berichteten Abgeordnete dem Handelsblatt.

+++ Polizei durchsucht Wohnungen +++
Der belgische Sender RTBF berichtet von Hausdurchsuchungen in der Region Brüssel. Derweil findet die Polizei am Brüsseler Flughafen einen Sprengstoffgürtel, der nicht gezündet wurde. Das meldet der flämische Privatsender VTM.

+++ Audi-Werk Brüssel stoppt die Bänder +++
Der Autohersteller Audi hat seine Produktion im Werk Brüssel eingestellt. Eine Unternehmenssprecherin sagte am Dienstag, die Nachmittagsschicht sei abgesagt worden, die rund 1100 Mitarbeiter seien aufgefordert worden, zu Hause zu bleiben. Damit folge Audi einem Aufruf der belgischen Regierung. Der Autohersteller warte jetzt auf die nächsten Schritte der Behörden. Audi produziert in der belgischen Hauptstadt den Kleinwagen A1. Jährlich laufen in der Fabrik etwa 116.000 Autos vom Band.

Terroranschläge auf Flughäfen
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Dezember 2006

+++ Hilfe für Angehörige läuft an +++
Das belgische Rote Kreuz hat eine Website eingerichtet, auf der Angehörige nach Angehörigen suchen können. Auf der Seite können Personen – ähnlich wie bei Facebook - auch angeben, dass sie in Sicherheit sind, so das Rote Kreuz.

Europa in Schockstarre: Am Dienstag kam es in der belgischen Hauptstadt Brüssel zu mehreren Explosionen. Die Behörden schließen einen Terroranschlag nicht aus; mindestens 13 Menschen sterben bei einer Detonation in dem zentrumsnahen Flughafen Zaventem. Auch zwei Metro-Stationen sollen Ziel der Attacke gewesen sein – darunter die Haltestelle Maelbeek, die rund 400 Meter von dem Hauptsitz der EU-Kommission entfernt liegt.

Foto: dpa

+++ Deutschland erhöht Sicherheitsvorkehrungen +++
In Deutschland wurden unmittelbar nach der Anschlagsserie die Sicherheitsmaßnahmen hochgefahren. Die Kontrollen an Flughäfen und Bahnhöfen seien am Dienstag verschärft worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Potsdam. Die Überwachung der Grenzübergänge zu Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Luxemburg wurden verstärkt. An Verkehrsknotenpunkten waren zuletzt deutlich mehr Beamte als an normalen Tagen im Einsatz. Die Polizisten waren zudem stärker bewaffnet und mit Schutzwesten ausgestattet.

+++ Hollande: „Europa war das Ziel“ +++
Die Anschläge in Brüssel zielen nach den Worten von Frankreichs Präsident Francois Hollande auf Europa. „Der Terrorismus hat Belgien getroffen, aber Europa war das Ziel, und die ganze Welt ist betroffen.“ Man habe es mit einer globalen Herausforderung zu tun, die globale Antworten erforderten.

Islamistischer Terror in Europa
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+++ IS reagiert auf Anschläge +++
Anhänger der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) begrüßen die Anschläge von Brüssel in den Internet-Netzwerken. „Der IS wird Euch zwingen, Tausende von Malen zu überlegen, bevor ihr wieder Muslime tötet, denn Muslime wissen nun, dass es einen Staat gibt, der sie verteidigt", schreibt ein IS-Anhänger im Nachrichtendienst Twitter.

+++ Viele Tote +++
Die belgische Bundesanwaltschaft erklärt, es sei noch zu früh, um eine genaue Zahl der Opfer zu nennen. Der belgische Ministerpräsident Charles Michel hat von „vielen Toten, vielen Verletzten“ bei den Brüsseler Anschlägen gesprochen. Am Dienstag sei eingetreten, was befürchtet worden sei, sagte er. Übereinstimmend berichten Nachrichtenagenturen aber bereits von mehr als zwei Dutzend Toten. Die Brüsseler Ermittler gehen laut Staatsanwaltschaft bei den beiden Anschlägen am Flughafen von mindestens einem Selbstmordattentäter aus. Die Evakuierung am Flughafen dauert weiter an. Immer wieder werden Gruppen von Menschen vom Gelände geführt.

Belgien und der Islamismus
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Belgische Kämpfer in Syrien
Syrien-Rückkehrer in Verviers
Paris-Attentäter mit Kontakt nach Belgien

+++ Frankreich befindet sich „im Krieg“, „Schwarzer Tag“ für Belgien +++
Frankreichs Premier Manuel Valls äußerte sich bereits zu den Anschlägen: „Wir sind im Krieg“, sagte er in einer ersten Stellungnahme. Alle Ebenen müssten nun mobilisiert werden gegen diesen Terrorakt. Charles Michel, Ministerpräsident von Belgien, spricht von zwei „feigen Anschlägen" und einem „schwarzen Tag für Belgien“. Es sei das eingetreten, was er gefürchtet habe. Auch die Angst vor weiteren Anschlägen bleibe bestehen. Die Ermittler haben bisher keine Hinweise, wer hinter den Anschlägen stecken könnte. In einer Pressekonferenz nur vier Stunden nach den Anschlägen mahnte Michel, ruhig und solidarisch zu sein.

+++ Paris solidarisiert sich +++
Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, kündigte an, der Eifelturm werde am Abend aus Solidarität in den Nationalfarben von Belgien erstrahlen.

+++ Erhöhte Sicherheit für Atomkraftwerke +++
Wie die Nachrichtenagentur Belga meldet, wurden in Belgien auch die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Atomkraftwerke erhöht.

+++ Kontrollierte Detonation im europäischen Viertel +++
Nahe der Rue de la Loi – ebenfalls in der Nähe der U-Bahnstation Maelbeek – hat es eine weitere Explosion gegeben. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sprengte die Polizei dort ein verdächtiges Paket.

+++ Bahnverkehr nach Brüssel eingestellt +++
Die Deutsche Bahn stellt bis auf Weiteres den Bahnverkehr mit Belgien ein. Zügen beginnen und enden ab sofort in Aachen, teilte die Bahn auf Anfrage mit. Die Bahnhöfe in Brüssel sind nach Informationen der DB noch nicht geschlossen. Die Bahn tauscht bereits gebuchte Tickets bis zum 11. April ein.

+++ Probleme bei Rettungsarbeiten: Weitere Tote befürchtet +++
Im Flughafen in Zaventem sind die Rettungsarbeiten schwierig. „Es gibt viele Trümmerteile", sagte Feuerwehrsprecher Pierre Meys. „Es kann deshalb noch weitere Opfer geben." Auch in der U-Bahn-Station Maelbeek seien die Rettungskräfte vor Ort. „Der Großteil der Verletzten ist bereits in Sicherheit gebracht worden. Die Lage ist ziemlich chaotisch."

+++ Militär auf den Straßen, Verkehr bricht zusammen +++
Das Zentrum von Brüssel füllt sich mit schwer bewaffnetem Militär. Der Justizpalast wurde Augenzeugen zufolge evakuiert. In der ganzen Stadt sind Sirenen zu hören. Alle Straßentunnel in Brüssel wurden geschlossen. Der Verkehr bricht weitgehend zusammen. Behörden raten Menschen dringend, zu bleiben, wo sie gerade sind. Ein Journalist des WDR berichtet, dass sensible Zonen in Brüssel jetzt komplett abgeriegelt sind. Auf den Fotos sind Militärfahrzeuge zu sehen.

+++ Facebook führt Safety-Check ein +++

Facebook hat seinen Safety-Check für Brüssel aktiviert. Über den Dienst kann man bestätigen, dass man in Brüssel und in Sicherheit ist. Freunde sehen die Bestätigung in ihrer Timeline. Zuvor gab es Kritik in den sozialen Medien, weil Facebook den Dienst nicht sofort nach Bekanntwerden der Anschläge aktiviert hatte.

+++ Freies Netz, freie Taxis in Brüssel +++
Das belgische Telekommunikationsunternehmen Telenet gibt sein Wifi-Netz in Brüssel für 24 Stunden frei. Damit soll das Mobilfunknetz entlastet werden. Der belgische Taxiverband ruft seine Mitglieder auf, sich in den Dienst der Bevölkerung zu stellen und Menschen aus den sensiblen Zonen der Stadt zu evakuieren.

+++ USA, Tschechien und Deutschland reagieren +++
Die Polizei in New York erhöht nach den Anschlägen in Brüssel einem Bericht des Senders NBC zufolge ihre Präsenz an den Flughäfen und Metrostationen der US-Metropole. Das Auswärtige Amt hat nach den Anschlägen in Belgien einen Krisenstab eingerichtet. „Die deutsche Botschaft in Brüssel bemüht sich mit Hochdruck um Aufklärung, ob auch Deutsche von den Explosionen betroffen sind", sagt ein Sprecher. Tschechien die Sicherheitsvorkehrungen und die Polizeipräsenz an den internationalen Flughäfen und in der Prager Metro erhöht. Die Sicherheitskräfte seien in Alarmbereitschaft versetzt, teilte Innenminister Milan Chovanec am Dienstag mit. Scotland Yard meldete, seine Präsenz in London erhöht zu haben.

+++ Aktienkurse fallen +++

Nach den Explosionen in Brüssel haben die Börsenkurse von Reiseanbietern kräftig nachgegeben. Die Aktie des Reiseveranstalters Thomas Cook verlor an der Londoner Börse am Dienstag 6,3 Prozent an Wert, das Wertpapier des Reisekonzerns Tui büßte 4,0 Prozent ein. Der Aktienkurs der Hotelgruppe InterContinental fiel um 3,1 Prozent. Auch die Aktien von Fluggesellschaften gaben nach - Easyjet verlor vier Prozent. Die Kurse von IAG, dem Mutterkonzern von British Airways und Iberia, sackten um 4,8 Prozent ab. Die Lufthansa-Aktie verlor zeitweise 3,74 Prozent an Wert.

+++ Alle Flüge gestrichen +++
Die Lufthansa streicht für heute alle Flüge nach Brüssel. Eine Maschine, die bereits in der Luft Weg war, sei nach Lüttich umgeleitet worden, sagt ein Lufthansa-Sprecher. Der Flughafen der belgischen Hauptstadt ist geschlossen.

+++ Sicherheitsrat kommt zusammen +++
Der belgische Premier Charles Michel hat den nationalen Sicherheitsrat zusammengerufen. Dem Gremium gehören die wichtigsten Minister der Regierung an. Michel wolle sich später bei einer Pressekonferenz äußern, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Dienstag. Auch Frankreichs Präsident Francois Hollande kündigt eine Sondersitzung der für Sicherheitsfragen zuständigen Minister der französischen Regierung an.

+++ Medienberichte: Zweite U-Bahn-Station angegriffen +++
Nach Medienberichten wurden mindestens zwei Metrostationen attackiert: Die Station Maelbeek und die Station Schuman. Letztere liegt direkt unter beziehungsweise neben den europäischen Institutionen. Die Abgeordneten dürfen die Gebäude vorerst nicht verlassen. Die belgische Bahn hat offiziell verkündet, dass alle Bahnhöfe im Land geschlossen werden.

+++ Notfallnummer eingerichtet +++
Das Auswärtige Amt hat nach den Explosionen eine Notfallnummer eingerichtet. Unter 030 5000 3000 beantwortet das Amt Fragen rund um den Anschlag und zur Reisesicherheit.

+++ Anti-Terror-Ermittlungen aufgenommen +++
Die belgischen Sicherheitsbehörden gehen von Terroranschlägen aus. Die Staatsanwaltschaft habe Antiterror-Ermittlungen aufgenommen, berichtete der öffentliche Sender RTBF am Dienstag.

+++ Sender berichten von Selbstmordattentat +++
Ein belgischer Fernsehsender spricht von Selbstmordattentat bei den Explosionen am Brüsseler Flughafen. Dafür gibt es allerdings noch keine offizielle Bestätigung der Behörden. Auch der französische Sender France 24 berichten von einem Selbstmordattentat.

+++ Sicherheitsstufen erhöht ++++

Wie France24 berichtet, haben die Flughäfen London Heathrow und der Charles de Gaulle in Paris ihre Sicherheitsstufen erhöht. Die Polizeipräsenz werde hochgefahren. In den Niederlanden wurde kurz nach den Anschlägen die Terrorwarnstufe angehoben. Der Flughafen Brüssel bleibt nach offiziellen Angaben bis morgen früh sechs Uhr geschlossen.

+++ Behörden-Mitarbeiter sollen nicht auf die Straße +++
Die EU-Kommission rät allen Mitarbeitern der EU-Institutionen, im Büro oder zu Hause zu bleiben. Im europäischen Parlament gibt es schärfste Einlass-Kontrollen, berichtet der grüne Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht. Die Grünen-Chefin Simone Peter ist besorgt um ihre Brüsseler Parteifreunde. „Passt auf euch auf“, twitterte sie. Die Politikerin ist offenbar selbst in der belgischen Hauptstadt. „Wir hören von weiteren Explosionen hier in der Brüsseler Innenstadt. Beunruhigend. Wir bleiben erstmal in den Gebäuden“, schrieb sie weiter. Der für heute geplante Besuch der deutschen Staatsministerin Aydan Ozoguz in Brüssel ist abgesagt.

+++ „Das sind barbarische Taten“ +++
Reagiert hat bereits ein deutsches Kabinettsmitglied. Justizminister Heiko Maas schrieb bei Twitter von „barbarischen Taten“. Das Mitgefühl gelte den Angehörigen der Verletzten und Toten. Ähnlich äußerte sich Österreichs Außenminister. Er sei „geschockt von den Angriffen auf den Brüsseler Airport und die Stadt“. Seine Gedanken seien bei den Familien und Freunden der Opfer. Der deutsche Europa-Abgeordnete Sven Giegold bekundet sein Mitgefühl in drei Sprachen.

+++ Weitere Explosion in Metrostation nahe der EU-Kommission +++
Die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtet, vor den beiden Explosionen im Flughafen seien arabische Rufe und Schüsse gehört worden.

+++ Viele Verletzte sind Mitarbeiter von Brussels Airlines +++
Nach Augenzeugenberichten ereignete sich eine Explosion in der Abflughalle im der Nähe der Check-In-Schalter. Unter den Verletzten befänden sich sehr viele uniformierte Mitarbeiter von Brussels Airlines und vom Flughafen Brüssel. Der Sender Sky News in London meldet, eine Explosion habe sich in der Nähe des Schalters der Fluggesellschaft American Airlines ereignet. American Airlines dementierte in einer Mitteilung. Fernsehbilder zeigen Rauch aus dem Flughafenterminal aufsteigen, dessen Fenster zersplittert sind. Zeugen berichten von zwei lauten Explosionen, Menschen flüchten in Panik aus dem Flughafengebäude.

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+++ Flugverkehr eingestellt +++

Die Flüge zum Brüsseler Flughafen werden umgeleitet. Das berichtete der Sender La Première am Dienstag unter Berufung auf die belgische Flugaufsichtsbehörde Belgocontrol. Das Krisenzentrum rief Flugreisende auf, nicht zum Flughafen zu kommen.

+++ Höchste Terrorwarnstufe aufgerufen +++

Belgien erhöht die Terrorwarnstufe laut der Regierung auf die vierte und damit höchstmögliche Stufe. Die komplette Metro in Brüssel ist gesperrt

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