Digitalisierung: Der Chief Digital Officer schafft sich selbst ab
Für die Digitalisierung eines Unternehmens übernimmt der sogenannte CDO die Verantwortung.
Foto: FotoliaBonn. Während Führungskräfte, die ihren Job besonders gut machen, normalerweise mit mehr Budget und Mitarbeitern oder zusätzlicher Entscheidungsgewalt belohnt werden, macht sich eine andere Berufsgruppe überflüssig, wenn sie erfolgreich arbeitet – die Chief Digital Officer (CDO). Davon sind die Interviewpartner für eine aktuelle Studie der Personal- und Managementberatung Kienbaum überzeugt.
„Wenn wir unseren Job gut machen, gibt es uns nicht mehr“, sagt zum Beispiel Elke Katz, CDO bei Ratiopharm. Und Sport-Scheck-CDO Jan Kegelberg sagt: „Der CDO ist nicht für die Ewigkeit.“ Seine Begründung: „Wir werden so digital sein und so vernetzt denken und arbeiten müssen, dass in fünf oder spätestens zehn Jahren alle Führungspersonen digital denken müssen.“
Dank der Digitalisierung ist der Posten des Digitalchefs in deutschen Führungsetagen immer häufiger zu finden – zumindest, wenn man auf die Dickschiffe im Dax blickt. Laut einer Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin haben inzwischen 40 Prozent der Dax-Unternehmen, darunter die Allianz, BASF, Bayer, BMW, Daimler, Deutsche Bank, Eon, Merck und SAP, einen CDO oder eine vergleichbare Position.