Coin & Co. – Die Krypto-Kolumne: So könnten Geheimdienste den Bitcoin zerstören
Die Technologie hinter dem Bitcoin hat einen gravierenden Haken.
Foto: picture alliance / Hans RinghofeDüsseldorf. Wohin steuert der Bitcoin, und mit ihm die vielen anderen Kryptowährungen? Einschätzungen, Hintergründe und Anekdoten gibt es immer freitags von den Handelsblatt-Redakteuren Astrid Dörner, Felix Holtermann und Frank Wiebe in unserer neuen Krypto-Kolumne „Coin & Co.“. Heute Teil 3: So könnte die NSA den Bitcoin zerstören.
Krypto-Journalisten haben es nicht leicht. Malen sie die Zukunftschancen von Bitcoin und Co. allzu rosarot, heißt es, sie hätten sich wohl am Spekulationsfieber angesteckt. Weisen sie auf die Gefahren hin, die für die weitere Kursentwicklung drohen, sind sie garantiert von der klassischen Finanzlobby beeinflusst. Beides ist falsch; umso wichtiger ist, die eigene Berichterstattung regelmäßig zu überprüfen.
Besonders interessant wird es, wenn von der Blockchain die Rede ist, der Technik, auf der der Bitcoin und die meisten anderen Kryptowährungen basieren. Diese ist eine dezentrale, verteilte Datenbank, die auf Tausenden Rechnern auf der ganzen Welt gespeichert und dadurch praktisch fälschungssicher ist – so zumindest ein gängiger Erklär-Satz. Doch… Halt! Ein Wort passt da nicht rein, müsste Leser wie Autoren aufhorchen lassen. Die Rede ist von praktisch. Praktisch fälschungssicher ist eine sonderbare Formulierung: Bedeutet sie nur begrenzt fälschungssicher? Oder gleich gar nicht fälschungssicher? Der Teufel steckt in der Blockchain.