Amazon und Uber: Asiens Märkte sind für US-Techkonzerne keine Selbstläufer
Der chinesische Wettbewerber hat Uber in China geschlagen.
Foto: dpaAmazon und Uber haben bei ihrer Expansion in Asien schmerzliche Erfahrungen machen müssen. In China, der größten Volkswirtschaft des Kontinents, mussten sich die beiden US-Konzerne geschlagen geben. Amazon hatte den lokalen E-Commerce-Konkurrenten wie Alibaba und JD.com nichts entgegenzusetzen. Und Uber unterlag dem chinesischen Wettbewerber Didi.
In den anderen großen und aufstrebenden Märkten Asiens wollten die Amerikaner die Schmach vergessen machen. Indien und Südostasien galten als große Hoffnung. Doch die Geschichte droht sich zu wiederholen. Lokale Konkurrenten lassen sich nicht so leicht an die Seite drücken. Mit dem enormen Widerstand haben die Marktführer aus der westlichen Welt nicht gerechnet.
In südostasiatischen Ländern wie Thailand, Malaysia und Indonesien hat Ubers Rivale Grab, der seinen Hauptsitz in Singapur hat, nun das Rennen gemacht. Grab wird das Uber-Geschäft übernehmen – und Uber nach der Investition von Hunderten Millionen Dollar seinen Betrieb in der Region einstellen. Auch in Indien fahren die Uber-Taxis mit starkem Gegenwind: Sie liefern sich trotz der Milliardeninvestitionen aus San Francisco ein teures Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem lokalen Anbieter Ola aus Bangalore.